dpa

Frankreichs Polizei organisiert "Nationalen Wutmarsch"

10.9.2019 13:18 Uhr

Seit Anfang des Jahres haben sich in Frankreich mindestens 48 Polizeibeamte das Leben genommen. Die Polizeigewerkschaften rufen nun für den 2. Oktober zu einer zentralen Kundgebung in Paris auf.

Dabei soll es um die schwierigen Arbeitsbedingungen gehen. Seit Jahresbeginn haben sich 48 Mitarbeiter der nationalen Polizei das Leben genommen. Das sind mehr als im gesamten vergangenen Jahr. Die Gewerkschaften sprechen von einer "ersten Warnung" an die Regierung. In den Kommissariaten mangele es an allem: Fahrzeugen, Sicherheitsausrüstung sowie Wertschätzung. Die Mitarbeiter fühlten sich "wie Schachfiguren und nicht wie Polizeibeamte", sagte Fabien Vanhemelryck von der Gewerkschaft Alliance.

Neue Präventionseinheit

Als Reaktion auf den deutlichen Anstieg der Suizide hatte die Regierung Ende April eine neue Präventionseinheit gegründet. Die französische Polizei gilt als chronisch überlastet. Seit 2015 machte ihr die Serie islamistischer Anschläge mit mehr als 240 Toten zu schaffen. Seit dem vergangenen Herbst stieg der Druck auf die Sicherheitskräfte durch Gewalt am Rande von "Gelbwesten"-Protesten.

(be/dpa)

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