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Frankreich will türkische "Graue Wölfe" verbieten

2.11.2020 16:40 Uhr

Es sind Nachrichten aus Paris und dem französischen Innenministerium, die in ein Spannungsbett zwischen der Türkei und Frankreich fallen. Laut Innenminister Gerald Darmanin plant die französische Regierung ein Verbot für "Graue Wölfe" auszusprechen. Es heißt, man versuche, das bereits in dieser Woche umzusetzen. So jedenfalls soll es Minister Darmanin vor dem Parlamentsausschuss formuliert haben.

Laut AFP gab der französische Innenminister Gerald Darmanin die Erklärung zum möglichen Verbot der Gruppe ab, die als ultra-nationalistisch geführt wird. Die Entscheidung, so meldet die Nachrichtenagentur, solle bereits diesen Mittwoch fallen. Dieser Schritt von Paris kommt nur wenige Tage, nachdem das nationale armenische Gedenkzentrum in Decines in Frankreich, das zum Einzugsbereich von Lyon gehört, mit Farbe beschmiert wurde. Die Türkei hat diesen jüngsten Schritt der französischen Behörden noch nicht kommentiert.

Auch in Berichten des Verfassungsschutzes von Deutschland werden die Grauen Wölfe aufgeführt. Am 30. Oktober soll vor einer deutsch-türkischen Parlamentariergruppe ein möglicher Verbotsantrag für den deutschen Zweig der Bewegung vorgetragen worden sein. In Deutschland sollen es nach Verfassungsschutzinformationen rund 7000 Personen sein, die in mehr als 150 Vereinen organisiert sind und den Grauen Wölfen nahestehen. In Österreich gelten der sogenannte "Wolfsgruß" und einige Symbole seit März 2019 als verboten.

(ce)

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