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Frankreich: Video-Steuer bringt zehn Millionen Euro ein

25.2.2019 11:16 Uhr

Um die Internet-Giganten "in das System kultureller Nutzung" einzubinden, hat Frankreich eine neue Video-Steuer für Plattformen wie YouTube oder Netflix eingeführt. Rund zehn Millionen Euro hat die französische Staatskasse dadurch bisher eingenommen.

Damit würden für 2018 erstmals große Digitalkonzerne wie Google, Amazon und Apple zur Kasse gebeten, sagte der Präsident des nationalen Kino-Zentrums (CNC), Frederique Bredin, der Zeitung "Le Figaro" vom Montag. Die Abgabe von zwei Prozent auf den Umsatz gilt seit Januar 2018. Zahlen müssen sie Internetplattformen wie YouTube, Netflix und iTunes.

Zusätzlich eine neue Digitalsteuer ab 2019

Die Digitalkonzerne zahlen den Angaben zufolge deutlich weniger Steuern als französische Kinos - 140 Millionen Euro - und die Fernsehsender, die für das vergangene Jahr auf rund 290 Millionen Euro kommen. Aber das Wichtige sei, die Internet-Giganten überhaupt "in das System kultureller Nutzung einzubinden", betonte Bredin.

Ab diesem Jahr müssen US-Konzerne wie Google und Amazon in Frankreich zudem eine neue Digitalsteuer zahlen. Die Regierung in Paris hat sie nach einem Scheitern der Verhandlungen auf EU-Ebene im Alleingang einführt. Sie soll dem Fiskus rund 500 Millionen Euro einbringen. Die Abgabe beschränkt sich nicht auf die Umsätze der großen Internetfirmen, sondern betrifft auch Werbeeinnahmen und den Verkauf von Nutzerdaten.

(sis/afp)

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