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Frankreich verschärft Kampf gegen die Corona-Krise

15.10.2020 17:09 Uhr

Mit nächtlichen Ausgangssperren in Paris und anderen Metropolen verschärft Frankreich den Kampf gegen steigende Corona-Zahlen. Die neuen Beschränkungen gelten vom Samstag an ab 21 Uhr abends bis 6 Uhr morgens, kündigte Präsident Emmanuel Macron in einem TV-Interview an.

Um Einschränkungen per Verordnung durchsetzen zu können, verhängte die Regierung zudem erneut den Gesundheitsnotstand. Von den Ausgangssperren sind nun neben dem Großraum Paris die Städte Lille, Grenoble, Lyon, Aix-Marseille, Montpellier, Rouen, Toulouse und Saint-Etienne betroffen. Die Maßnahmen sollen für mindestens vier Wochen gelten, dann aber mit Zustimmung des Parlaments bis zum 1. Dezember verlängert werden.

Harte Strafen bei Missachtung der neuen Regeln

"Wir haben die Kontrolle nicht verloren", betonte Macron angesichts der besorgniserregenden Corona-Lage und kündigte bei Missachtung der neuen Regeln harte Strafen an. Verstöße würden mit 135 Euro geahndet, für Wiederholungstäter könnten bis zu 1500 Euro fällig werden. Für Menschen, die nachts arbeiten müssten, werde es Ausnahmen geben. "Ich denke, dass wir (...) angemessene Maßnahmen treffen", sagte der Staatschef. Die Wirtschaft solle am Leben gehalten werden, betroffene Branchen würden weiter unterstützt.

Die Corona-Lage in Frankreich verschlechtert sich seit Wochen. Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Einwohnern hatte am Wochenende annähernd 27.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet - das war ein Rekord. Am Mittwoch zählte das Land rund 23.000 Neuinfektionen - insgesamt sind seit Beginn der Pandemie mehr als 33 000 Menschen gestorben.

(bl/dpa)

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