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Frankreich und Italien sollen an einem Strang ziehen

2.5.2019 16:16 Uhr

Frankeich und Italien sollen in Libyen an einem Strang ziehen, findet zumindest Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). "Es ist wichtig, dass Europa sich einigen muss, wie es vorgeht", sagte Merkel am Donnerstag in einer Diskussion mit Studenten in der Hauptstadt von Burkina Faso, Ouagadougou. "Ich werde versuchen, meine Beitrag dazu zu leisten, dass italienischen und französische Position kohärent ist."

Hintergrund ist die Zusammenarbeit Frankreichs auch mit dem General Chalifa Haftar, der die von den Vereinten Nationen anerkannte libysche Regierung in Tripolis bekämpft. Deutschland fühle eine Mitverantwortung für die Lage in dem afrikanischen Staat, weil es sich im UN-Sicherheitsrat 2011 bei der Abstimmung über die westlichen Militärintervention trotz Zweifeln enthalten habe. "Immer wenn man etwas nicht verhindern kann, hat man auch eine Verantwortung dafür", sagte Merkel.

Keine Kontrolle über Waffen

Sie sprach sich für eine angemessene Ausrüstung der Armeen in den Sahel-Staaten in Westafrika aus. "Wir müssen restriktiv sein, aber auch zulassen, dass Ihre Soldaten gut ausgerüstet sind", sagte Merkel zum Antiterrorkampf in Westafrika. Sie bremste aber Forderungen, dass Deutschland Waffen liefere. Die Bundesregierung könne nicht verhindern, dass Waffen aus Ländern ohne staatliche Kontrollen in die Hände von Terroristen gelangten. Deshalb sei eine Lösung für Libyen wichtig, weil von dort immer wieder Waffen nach Westafrika geschmuggelt würden.

(an/reuters)