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Frankreich: Regierung befürchtet erneute Krawalle

7.12.2018 19:57 Uhr

In Paris werden erneut Gewalt und Zerstörung bei den Protesten der "Gelben Westen" befürchtet. Für Samstag hat die Protestbewegung in der Hauptstadt und im ganzen Land wieder zu Demonstrationen aufgerufen.

Mit einem massiven Aufgebot von Sicherheitskräften soll eine Eskalation verhindert werden.

Allein in Paris sollen nach Angaben des Premierministers Édouard Philippe 8000 Polizisten und andere Ordnungskräfte eingesetzt werden; im ganzen Land 89 000. Viele Geschäfte und Sehenswürdigkeiten in der Hauptstadt bleiben geschlossen, Fußballspiele wurden verschoben.

Ursprüngliche Proteste drehten sich um Steuererhöhungen auf Benzin

Mittlerweile ist es das vierte Wochenende in Folge, an dem die "Gelbwesten", benannt nach den Warnwesten im Auto, protestieren. Ursprünglich hatten sie gegen geplante Steuererhöhungen auf Sprit und Diesel demonstriert - dieses Vorhaben legte die Regierung jedoch zwischenzeitlich auf Eis. Mittlerweile ist der Protest viel weitgehender und richtet sich auch gegen Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron und dessen Reformpolitik. Am vergangenen Wochenende war es in Paris und anderen Städten zu Krawallen und Hunderten Festnahmen gekommen.

(an/dpa)