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Frage nach Kanzlerkandidat stellt sich im Moment nicht

11.6.2019 10:05 Uhr

Michael Grosse-Brömer, Unionsfraktionsgeschäftsführer im Bundestags, hat CDU und CSU vor einer verfrühten Diskussion über eine Kanzlerkandidatur gewarnt. Die Frage stelle sich erst, wenn es zu einer Neuwahl komme, die er derzeit aber nicht sehe, sagte er am Dienstag dem Radiosender NDR Info.

"Warum soll ich mir zurzeit Gedanken darüber machen, wie man eine Kanzlerkandidatin oder einen Kanzlerkandidaten nominiert, wenn wir noch zwei Jahre die Verpflichtung haben, vernünftig zu regieren?"

Wechselt AKK ins Kabinett?

Zuvor hatte Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) sich überzeugt gezeigt, dass die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer nächste Kanzlerkandidatin der Union wird. Auf die Frage, ob sie rasch ins Kabinett von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) wechseln solle, sagte er der Deutschen Presse-Agentur, die Parteichefin habe viel zu tun mit der Neuaufstellung der CDU. "Und sie wird auch unsere nächste Kanzlerkandidatin sein. Insofern ist das ihre Entscheidung, was der beste Weg dafür ist."

Grosse-Brömer verteidigte die Arbeit der großen Koalition. "Ich glaube, dass die GroKo besser ist als ihr Ruf. Wenn man mal guckt, was wir zur Rente, zur Pflege beschlossen haben, zum Baukindergeld, erst letzten Freitag auch nochmal zu Migrationspaketen, bessere Abschiebung, Fachkräftegesetz - da gibt es eine Menge, was die GroKo auch macht, ungeachtet der Tatsache, dass CDU/CSU und SPD möglicherweise nicht gerne zusammenarbeiten. Aber sie machen
es gar nicht so schlecht."

(an/dpa)