epa/Thomas Banneyer

Foto von Merkel Wohnung

25.10.2019 18:36 Uhr

Ein Foto des islamistischen Attentäters Anis Amri von dem Wohnhaus von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) deutet nach Einschätzung der Bundesanwaltschaft eher nicht auf eine Anschlagsplanung oder ein Anschlagsziel hin.

Bundesanwalt Thomas Beck aus Karlsruhe sagte am Freitag im Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses, auf Amris Handy seien tausende Fotos gefunden worden, auch von vielen "Örtlichkeiten" in Berlin. Medien hätten dazu Theorien und Spekulationen entwickelt. Beck nannte das Haus von Merkel nicht, sagte aber: "Ob das tatsächlich schon Anschlagsziele waren, ist weitgehend Spekulation. Ich warne vor zu viel Spekulationen."

Anis Amri posierte vor Haus in Berlin

Auf einem Foto, das das ARD-Magazin Kontraste und rbb24-Recherche veröffentlichten, sieht man Anis Amri vor dem Haus in Berlin posieren. Es handelt sich offensichtlich um ein Selfie. Das Bild von Ende Oktober 2016 sowie andere Fotos aus Berlin fanden die Ermittler später auf dem Handy, das Amri im Lkw hatte liegen lassen.

Der Tunesier Amri war am 19. Dezember 2016 mit einem schweren Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gefahren. Zwölf Menschen starben, mehr als 70 wurden verletzt.

(an/dpa)

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