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Forscher wegen Genmanipulation bei Babys zu Haftstrafe verurteilt

30.12.2019 8:24 Uhr

Der chinesischer Wissenschaftler He Jiankui wurde wegen Genmanipulation bei Babys zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt. Wegen illegaler medizinischer Methoden seien gegen ihn drei Jahre Haft sowie eine Geldstrafe in Höhe von drei Millionen Yuan (383.000 Euro) verhängt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag. He hatte nach eigenen Angaben das Erbgut von Zwillingsschwestern verändert.

Die 2018 geborenen Zwillinge mit den Pseudonymen "Lulu" und "Nana" waren dem chinesischen Forscher zufolge durch künstliche Befruchtung gezeugt worden, wobei das sogenannte Crispr/Cas9-Gentechnikverfahren zur Erbgutveränderung, auch "Genschere" genannt, zum Einsatz kam. He erklärte damals, er habe die DNA des Zwillingspaares so verändert, dass die beiden Mädchen vor einer Ansteckung durch ihren HIV-infizierten Vater geschützt seien.

(be/afp)

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