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Forscher fürchten Ausbreitung des West-Nil-Fieber

10.4.2019 18:17 Uhr

Mit einer weiteren Verbreitung des West-Nil-Virus (WNV) rechnen Wissenschaftler für dieses Jahr. Schuld daran soll der milde Winter in Deutschland sein. Der Erreger, der auch für den Menschen gefährlich sein kann, wird von Stechmücken übertragen.

"Die Wahrscheinlichkeit, dass das Virus in diesem Winter in Stechmücken überlebt hat, ist sehr groß", sagt die Virologin Ute Ziegler vom Friedrich-Loeffler-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, auf der Insel Riems bei Greifswald.

Gefahr einer Hirnhautentzündung

In Deutschland wurden im vorigen Jahr die ersten WNV-Fälle bei Tieren entdeckt. Infiziert wurden vor allem Vögel, in denen sich das Virus besonders gut vermehrt.

Bislang hat sich in Deutschland kein Mensch durch einen Mückenstich angesteckt. Die Symptome ähneln anfangs einer Grippe, später besteht die Gefahr einer Gehirnhautentzündung.

(an/dpa)