afp

Forscher entdecken 160.000 Jahre alten Kiefer eines Denisova-Menschen

1.5.2019 20:49 Uhr

Wissenschaftler haben einen 160.000 Jahre alten Oberkiefer im tibetischen Hochland gefunden, der dem Denisova-Menschen zugeordnet werden konnte. Dies sei eine "Überraschung", denn es heißt, dass die Vorfahren des Menschen womöglich schon deutlich früher in großen Höhen gelebt haben als bisher angenommen.

Wissenschaftler konnten Fossilien aus dem Hochland von Tibet dem sogenannten Denisova-Menschen zuordnen, wie es in einem am Mittwoch erschienen Artikel in der Fachzeitschrift "Nature" heißt. In 3300 Metern Höhe ist demnach ein 160.000 Jahre alter Unterkiefer entdeckt worden. Die Entdeckung sei eine "Überraschung", schrieb das Forscher-Team um Jean-Jacques Hublin vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig.

Knochen bereits 1980 entdeckt

Der Knochen war bereits 1980 entdeckt worden und über Umwege zu den Forschern gelangt. Es ist der erste Fund von Überresten eines Denisova-Menschen außerhalb der gleichnamigen Höhle in Sibirien, wo er 2010 erstmals entdeckt wurde. Zusammen mit den Neandertalern sind die Denisova-Menschen die nächsten ausgestorbenen Verwandten heute lebender Menschen.

(be/afp)