epa/Clemens Bilan

Forderung nach neuen Einsätzen zur Seenotrettung

9.7.2019 22:48 Uhr

Boris Pistorius, der Innenminister von Niedersachsen, ist für einen neuen Einsatz zur Seenotrettung von Flüchtlingen auf dem Mittelmeer. "Fest steht, seit die Seerettung im Mittelmeer zurückgefahren wurde, sterben mehr Menschen als vorher. Da können wir als Europäer nicht zuschauen", sagte der SPD-Politiker dem Sender NDR Info am Dienstag.

Seiner Einschätzung nach sei eine neue europäische Rettungsmission nöig - eine europäische Lösung sei aber nicht in Sicht.

"Alle ducken sich weg"

"Das ist das Traurige. Alle ducken sich weg. Keiner übernimmt Verantwortung." Dabei sei die Zahl der geretteten Menschen so gering, dass sie kein Land in Europa überfordere. "Das ist beschämend, was da passiert, und deswegen muss was passieren."

Die deutsche Hilfsorganisation Sea-Eye hatte mit ihrem Schiff "Alan Kurdi" am Montagabend vor Libyen erneut 44 Migranten gerettet. Pistorius sagte, Niedersachsen sei weiterhin bereit, Flüchtlinge aufzunehmen. "Die Zahl derjenigen, die an Bord sind, ist ja nicht so groß. Da dürften wir relativ flexibel sein."

(an/dpa)

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