dpa

Forderung nach lebenslanger Haft und Maßregelvollzug

2.9.2019 13:12 Uhr

Im Prozess um den Mord an der 18-jährigen Maria aus Zinnowitz gegen zwei 19- und 21-jährige Männer hat die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Stralsund für den älteren Angeklagten eine lebenslange Haftstrafe gefordert.

Der Jüngere sollte wegen seiner schweren Persönlichkeitsstörung in den Maßregelvollzug in einer psychiatrischen Klinik untergebracht werden. Zusätzlich beantragte der Staatsanwalt am Montag für ihn eine zehnjährige Jugendhaftstrafe. Bei beiden Angeklagte sollte auch die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden. Eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren wäre damit so gut wie ausgeschlossen.

Angeklagten wollten einen Menschen sterben sehen

Den Angeklagten wird vorgeworfen, Mitte März die schwangere junge Frau in Mecklenburg-Vorpommern heimtückisch und aus Mordlust heraus erstochen zu haben. Sie wollten einen Menschen sterben sehen. Die Nebenklage schloss sich den Forderungen der Staatsanwaltschaft weitgehend an, sie plädierte jedoch auf 15 Jahre Haft für den Jüngeren.

Der Prozess wird mit den Plädoyers der Verteidigung fortgesetzt. Das Urteil wird voraussichtlich am Freitag gesprochen.

(gi/dpa)

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