Symbolbild: imago images/ZUMA Press

Flutwellen in Somalia

28.10.2019 19:47 Uhr

In Somalia haben wegen schwerer Überschwemmungen rund 182.000 Menschen ihr Zuhause verlassen. Ackerland, Infrastruktur und Straßen seien außerdem zerstört worden, teilte das UN-Nothilfebüro (Ocha) am Montag mit. Weil es in den vergangenen Wochen so stark regnete, seien die Flüsse angeschwollen, zudem sei es in einigen Landesteilen zu Sturzfluten gekommen.

Wie viele Menschen dabei gestorben sind, war zunächst unklar. In der Region Hiiraan im Zentrum des Landes sei am Montag ein Boot mit einigen hochrangigen Mitgliedern der Regionalvertretung gekentert, sagte Hussein Ismail, der stellvertretende Gouverneur für soziale Angelegenheiten der Region. Sie waren demnach unterwegs zu Menschen, die wegen der Überschwemmungen ihr Zuhause verloren hatten. Mindestens sieben Menschen seien ertrunken und etliche weitere würden noch immer vermisst, sagte Ismail.

Regenzeit in Somalia

Derzeit herrscht in Somalia sowie in einigen umliegenden Ländern eine Regenzeit. In Somalia und Kenia etwa hat es überdurchschnittlich viel geregnet. Der Regen führt zu Überschwemmungen, was Ackerland, Straßen und Häuser unter Wasser setzt. Oftmals kommt es zu etlichen Toten. Weil sie durch die Überflutungen ihre Ernte und ihre Nutztiere verlieren, sind die Menschen oft auch nach der Regenzeit noch auf humanitäre Hilfe angewiesen.

(an/dpa)

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