afp

Flutangst in Venedig

16.11.2019 12:37 Uhr

Venedig, die Stadt der Liebe und der Gondolieres bereitet sich auf neue Überschwemmungen vor. Die zivilen Schutzbehörden haben "Alarmstufe Rot" in der Lagunenstadt ausgerufen. Das heißt, die Stadt wird nicht zur Ruhe kommen und es sind neue Fluten zu erwarten. Das trifft den Tourismussektor hart.

Keine Entwarnung für das überflutete Venedig: Die italienische Lagunenstadt hat sich am Samstag auf weitere Überschwemmungen vorbereitet. Wegen drohender heftiger Winde riefen die Zivilschutzbehörden für die Region "Alarmstufe Rot" aus. Am Freitag war der weltberühmte Markusplatz vorübergehend gesperrt worden. Bürgermeister Luigi Brugnaro richtete angesichts der massiven Hochwasserschäden ein Spendenkonto für seine Stadt ein und warb um finanzielle Unterstützung aus dem In- und Ausland.

36 Millionen Touristen im Jahr

In der Nacht zum Mittwoch war das Wasser in Venedig auf den höchsten Stand seit mehr als 50 Jahren gestiegen. Es erreichte einen Pegel von 1,87 Meter, so dass rund 80 Prozent der Stadt unter Wasser standen, auch der Markusplatz und die Krypta des Markusdoms. Nur einmal seit Beginn der Aufzeichnungen hatte es ein schlimmeres Hochwasser gegeben: 1966 lag der Pegel bei 1,94 Metern.

Nach einem Rückgang am Donnerstag stieg der Wasserpegel am Freitag wieder an und erreichte am Mittag mit 1,54 Meter seinen Tageshöchststand. Die italienische Regierung hat wegen der Überschwemmungen den Notstand in Venedig verhängt und 20 Millionen Euro "für die dringendsten Maßnahmen" in der Lagunenstadt zugesagt. In Venedig leben gerade einmal rund 50.000 Menschen. Mit ihren malerischen Kanälen und historischen Gebäuden lockt die Stadt jährlich aber 36 Millionen Touristen an. Etwa 90 Prozent von ihnen kommen aus dem Ausland.

(ce/afp)

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