Hürriyet

Flüchtlinge im Mittelmeer: Erdogan präsentiert alarmierende Zahlen

23.6.2020 8:44 Uhr

Es sind alarmierende Zahlen: Recep Tayyip Erdogan hat einmal mehr auf die prekäre Situation der Flüchtlinge in Europa aufmerksam gemacht.

"In den vergangenen acht Jahren starben 25.000 Menschen im Mittelmeer, die meisten davon Frauen und Kinder", sagte der türkische Präsident per Videokonferenz bei der Abschlusszeremonie des Internationalen Migrationsfilmfestivals. Zudem sei das Schicksal von 10.000 syrischen Kindern, die in Europa Asyl suchen würden, ungewiss.

Länder müssen gemeinsam Lösungen finden

Erdogan betonte, dass die Menschen in der Regel nicht wegen des Wunsches auf bessere Lebensumstände ihr Land verlassen würden, sondern weil sie wegen Krieg, Vertreibung und Terror um ihr Leben fürchten müssten. Daher sei es wichtig, die Migrationsfrage immer wieder ganz oben auf die Tagesordnung zu setzen.

Alle Länder, nicht nur in Europa, sondern auf der ganzen Welt, seien dazu aufgefordert, sich die Flüchtlingsproblematik immer wieder ins Bewusstsein zu rufen und Lösungen zu finden, so Erdogan.

Türkei fährt spezielle Programme für Flüchtlinge

Mit Blick auf die hohen Flüchtlingszahlen in der Türkei wies der Präsident darauf hin, dass sein Land spezielle Programme in Sachen Gesundheit, Bildung und sozialer Integration entwickelt habe, um den Flüchtlingen das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten.

Dabei wird die Türkei von der EU durch den Flüchtilingspakt von 2016 unterstützt. Darin verpflichtet sich die Türkei, die Migranten - vor allem aus Syrien - im Land aufzunehmen, um den unkontrollierten Flüchtlingsstrom nach Europa zu verhindern. Im Gegenzug zahlt die EU dem Land bis 2025 sechs Milliarden Euro. Rund die Hälfte davon wurde bereits gezahlt.

(bl)

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