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Flügellahme DSV-Adler in Sapporo

26.1.2019 12:01 Uhr

Hat da jemand den deutschen Skispringern heimlich Blei in die Stiefel geschmuggelt? Gut zehn Meter lagen die DSV-Adler beim Weltcup in Sapporo (Japan) hinter der Weltspitze. Die DSV-Skispringer mussten sich mit dem neunten und zehnten Rang zufrieden geben, flogen in der Spitze 133 Meter weit, während der Pole Kamil Stoch als Zweiter im Wettbewerb mit 148,5 Meter an Flugweite einen neuen Schanzenrekord aufstellte.

Markus Eisenbichler schimpfte auf sich selbst und schlich grußlos aus dem Auslauf, auch Stephan Leyhe war nicht vollkommen zufrieden. Die deutschen Skispringer haben das Podest beim ersten von zwei Weltcups im japanischen Sapporo deutlich verpasst und sind gut drei Wochen vor dem Start der WM in Seefeld weiter auf der Suche nach ihrer starken Tournee-Form. "Der Abstand nach oben war schon eine Hausnummer. Das heißt, wir müssen individuell besser werden und weniger Fehler machen", bilanzierte Trainer Christian Winkler, der den pausierenden Bundestrainer Werner Schuster bei den Springen im Olympia-Ort von 1972 vertritt.

Stefan Kraft lässt die ÖSV-Adler nach zwei Jahren wieder jubeln

Zwar schafften es Leyhe als Neunter (131,5 und 126 Meter) sowie Eisenbichler als Zehnter (133 und 130 Meter) unter die besten Zehn, jedoch waren beide Adler mehr als zehn Meter vom Podest entfernt. Olympiasieger Andreas Wellinger belegte bei der Rückkehr nach einer Trainingspause Rang 13. "Bei Andi war es nicht einfach, für ihn ist das Ergebnis okay. Er muss jetzt mal die kleinen Schritte gehen und das war ein Schritt in die richtige Richtung", sagte Winkler der Deutschen Presse-Agentur.

Der Sieg ging an Österreichs Stefan Kraft, der am vergangenen Sonntag eine fast zweijährige Durststrecke der ÖSV-Adler beendete und an diesem Samstag mit Flügen auf 132 und 137 Meter gleich den nächsten Erfolg nachlegte. Rang zwei ging an den Polen Kamil Stoch, der im zweiten Durchgang mit einem Fabelsprung auf 148,5 Meter für einen Schanzenrekord in Sapporo sorgte und den alten um viereinhalb Meter verbesserte. "Ein perfekter Sprung", wie Winkler befand. Dritter wurde Robert Johansson aus Norwegen.

Trainer Schuster lässt den Übersee-Weltcup aus und greift in der kommenden Woche beim Skifliegen in Oberstdorf wieder ein. Dann könnte auch der Vorjahres-Gesamtzweite Richard Freitag, der derzeit eine Trainingspause einlegt, wieder ins Team zurückkehren. Ebenfalls im Februar warten der Heim-Weltcup in Willingen sowie die WM in Tirol ab 19. Februar.

(ce/dpa)

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