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Flüchtlingsunglück vor türkischer Küste: Vierjährige ertrinkt, 40 Menschen gerettet

15.1.2019 12:07 Uhr

Bei einem Bootsunglück vor Kuşadası an der türkischen Ägaisküste ist bei einem Flüchtlingsunglück ein vierjähriges Mädchen ertrunken. 40 Flüchtlinge konnten gerettet werden.

Die Küstenwache kam den Flüchtlingen vor der Küstenstadt Kuşadası im Südwesten der Türkei zu Hilfe, als ihr Schlauchboot auf dem Weg zu den griechischen Ägäis-Inseln in Not geriet, wie die amtliche Nachrichtenagentur Anadolu am Dienstag berichtete. In der Nähe fanden sie den leblosen Körper des vierjährigen Mädchens.

Seit dem Abschluss des Flüchtlingsdeals mit der EU im März 2016 ist die Zahl der Flüchtlinge, die von der Türkei auf die griechischen Ägäis-Inseln zu gelangen versuchen, deutlich zurückgegangen. Das Abkommen sieht vor, dass syrische Flüchtlinge von den Inseln zurück in die Türkei gebracht werden, doch sitzen die meisten wegen der Überlastung der Asylbehörden über Monate in den völlig überfüllten Lagern auf Lesbos, Chios, Samos und anderen Inseln fest.

Dennoch versuchen auch weiterhin Flüchtlinge auf die Inseln zu gelangen, wobei es immer wieder zu tödlichen Unglücken kommt. Auch am Grenzfluss Evros zwischen der Türkei und Griechenland ist die Zahl der Flüchtlinge in den vergangenen Monaten angestiegen. Menschenrechtsgruppen werfen den griechischen Grenzschützern vor, immer wieder Flüchtlinge über den Evros in die Türkei zurückzuschicken, wobei schon wiederholt Menschen gestorben sind.

(be/afp)

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