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Filmemacher sagen Drehs aus Protest gegen strikte Abteibungsgesetze ab

22.5.2019 10:14 Uhr

In Georgia haben mehrere Filmemacher aus Protest gegen die Einführung strikter Abtreibungsgesetze Drehs in dem US-Bundesstaat abgesagt. Dort wurde kürzlich ein Gesetz verabschiedet, welches Schwangerschaftsabbrüche verbietet, sobald ein Herzschlag des Fötus feststellbar ist. Es ist damit eines der schärfsten Abtreibungsverbote der USA und gilt selbst in Fällen von einer Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung oder in Fällen von Inzest.

Die Schauspielerinnen und Autorinnen Kristen Wiig und Annie Mumolo ("Brautalarm") würden ihre geplante Komödie "Barb and Star Go to Vista Del Mar" nach Angaben eines Sprechers nicht in Georgia drehen, berichtete das US-Branchenblatt "Variety" am Dienstag.

Zudem gab die TV-Regisseurin Reed Morano ("The Handmaids's Tale") am Dienstag bekannt, keine Szenen für die geplante Thriller-Serie "The Power" in dem Staat zu drehen. Es fühle sich falsch an, dort die Show zu produzieren und Steuervergünstigungen von einem Staat mit derart restriktiver Abtreibungspolitik anzunehmen, erklärte Morano auf Instagram.

Gesetz verbietet Schwangerschaftsabbrüche

Der republikanische Gouverneur in Georgia hatte kürzlich ein Gesetz unterzeichnet, das Schwangerschaftsabbrüche verbietet, sobald ein Herzschlag des Fötus feststellbar ist. Es ist eine der schärfsten Abtreibungsregelungen in den USA.

Durch Steueranreize und andere Lockmittel ist Georgia in den vergangenen Jahren zu einem beliebten Drehort für TV- und Spielfilmproduktionen geworden. Unter anderem wurden dort Filme und Serien wie "Baby Driver", "Ant-Man" und "Stranger Things" gedreht.

(gi/dpa)