imago images/Steffen Schellhorn

Festnahme nach Morden in Halle

9.10.2019 14:09 Uhr

Am Mittwochmittag kam es in Halle an der Saale zu Schüssen, bei denen zwei Menschen ums Leben kamen. Die Polizei warnte davor, die Häuser zu verlassen und auch der Bahnhof in Halle war gesperrt. Aufgrund der umfangreichen Fahndungsmaßnahmen konnten die Behörden einen schneller Erfolg vermelden und eine Person festnehmen. Den Berichten nach wurde aus einem fahrenden Pkw gefeuert. Ein Motiv für die Tat ist bisher nicht bekannt, auch wenn die Spekulationen in den Social Media wie Pilze aus dem Boden schießen.

Nach ersten Erkenntnissen fielen im Paulusviertel in Halle gegen 12.00 Uhr mehrere Schüsse. Das Viertel liegt nördlich der Innenstadt. Die Einsatzkräfte seien "mit starken Kräften" im Stadtgebiet unterwegs, twitterte die Polizeiinspektion. Ein Zeuge berichtet im Fernsehsender n-tv, dass ein mit Sturmmaske und Helm bekleideter Mann mit einem Sturmgewehr in ein Dönerrestaurant geschossen habe. Zuvor habe der Angreifer eine Art Sprengsatz geworfen, der aber an der Fassade abgeprallt und explodiert sei. In dem Dönerimbiss hätten sich insgesamt fünf bis sechs Gäste aufgehalten, sagte der Zeuge. Er selbst habe sich in der Toilette versteckt.

Bildquelle: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa

In welche Richtung die mutmaßlichen Täter flüchteten, war noch unbekannt. Die Polizei forderte die Menschen in Halle auf, in ihren Wohnungen zu bleiben oder sichere Orte aufzusuchen. Der Hauptbahnhof wurde wegen des Einsatzes gesperrt, wie die Bahn mitteilte. Das Lagezentrum der Landesregierung warnte kurz darauf vor einem "Schusswaffengebrauch im Bereich Landsberg" östlich von Halle. Anwohner wurden ebenfalls aufgefordert, Gebäude und Wohnungen nicht zu verlassen. Die Polizei bestätigte das zunächst nicht.

(ce/afp)

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