dpa

Festgenommener Schüler drohte bereits an anderer Schule mit Amoklauf

4.4.2019 20:27 Uhr

Der Schüler, der einen Amoklauf an einer Flensburger Berufsschule angedroht hat, ist bereits wegen eines ähnlichen Vorfalls an seiner früheren Schule in Erscheinung getreten.

Es habe auch im Mai 2018 einen Chat gegeben, sagte die Leitende Oberstaatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. In diesem habe er sich merkwürdig geäußert, allerdings nicht so eindeutig wie im aktuellen Fall. "Es reichte nicht für eine Straftat damals." Es habe ein Gespräch mit dem Jungen gegeben, auch wurde er der Jugendpsychiatrie vorgestellt.

Der Sprecher des Bildungsministeriums in Kiel bestätigte ebenfalls, dass es bereits einen ähnlichen Vorfall mit dem Schüler an einer anderen Schule gegeben haben soll. Zuvor hatten mehrere Medien darüber berichtet.

Mehrere Messer im Rucksack

Der 17-Jährige hatte in einem Internetchat angekündigt, am Mittwoch an seiner Schule mehrere Menschen töten zu wollen. Die über den Chat informierte Polizei führte Einlasskontrollen durch und konnte den Jugendlichen festnehmen. Er führte in seinem Rucksack griffbereit mehrere Messer mit, die er nach eigenen Angaben gegen andere Menschen einsetzen wollte.

Er hatte bei der Polizei die geplante Tat eingeräumt und wurde in eine psychiatrische Klinik für Kinder und Jugendliche eingewiesen. Hintergrund der geplanten Tat dürften nach Polizeiangaben persönliche Probleme sein.

(gi/dpa)

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