Hürriyet

Fenerbahce verkauft ab sofort Trikots von Süper-Lig-Konkurrenten

8.9.2020 13:50 Uhr

Mitten in der Corona-Krise erklärt sich Fenerbahce mit seinen Konkurrenten solidarisch. Der 19-malige türkische Meister verkauft ab sofort in seinen Fanshops sowie im Internet Trikots der Süper-Lig-Klubs mit Ausnahme von Galatasaray, Besiktas und Trabzonspor.

Die Einnahmen würden sofort und unbürokratisch an den jeweiligen Verein weitergeleitet, erklärte Fenerbahce in einem offiziellen Statement. "Wir befinden uns in einer schwierigen Zeit. Unsere Fans, die den Fußball so lieben, dürfen nicht in die Stadien. Das macht es für alle Vereine schwer. Unter dem Motto "Together stronger" wollen wir nun unseren Beitrag leisten. Denn nur Seite an Seite werden wir aus der Krise kommen", heißt es.

Vor allem kleine Klubs leiden wirtschaftlich

Gerade die kleinen Klubs der ersten türkischen Liga leiden wirtschaftlich besonders unter der Corona-Pandemie. In der vergangenen Saison musste erst der Spielbetrieb im März unterbrochen werden. Dann konnte nach der Pause im Juni nur ohne Zuschauer die Saison zu Ende gespielt werden, wodurch wichtige Einnahmen für die Vereine weggebrochen sind.

Zuletzt keimte bei den Klubs ein wenig Hoffnung auf, nachdem der türkische Fußball-Verband TFF angekündigt hatte, dass ab Oktober wieder Zuschauer in den Stadien zugelassen werden sollen. Doch nur wenige Tage später wurde der Beschluss schon wieder revidiert. Der TFF folgt nun dem Ratschlag von Gesundheitsminister Dr. Fahrettin Koca, wonach aufgrund steigender Corona-Zahlen zumindest in der Hinrunde der kommenden Saison (Beginn 11. September) weiterhin "Geisterspiele" stattfinden sollen. Und somit gehen auch die wirtschaftliche Probleme der Klubs weiter.

(bl)

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