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Fenerbahce siegt bei Erzurumspor

20.5.2019 21:33 Uhr, von Chris Ehrhardt

Zum Abschluss des 33. und vorletzten Spieltages am Montagabend in der türkischen Süper Lig standen die Partien Ankaragücü gegen Sivasspor sowie Erzurumspor gegen Fenerbahce Istanbul auf dem Programm. Mit einem Sieg gegen Sivas würde sich Ankara aller Abstiegssorgen final entledigen und Erzurum musste gegen die von allen Abstiegssorgen freien Kanarienvögel gewinnen, um das Überleben in der höchsten Spielklasse wahrscheinlicher zu gestalten. Ankaragücü erledigte seine Aufgabe mit einem 3:1-Heimsieg gegen Sivasspor perfekt und Erzurumspor unterlag zuhause mit 0:1 gegen Fenerbahce. Damit gehen im Kühlschrank der Türkei wohl die Lichter aus und die Chancen auf den Nichtabstieg sind eher gering.

In Erzurum, auch bekannt als der Kühlschrank der Türkei, weil es gerade im Winter dort bitterkalt ist, geht das Abstiegsgespenst um. Nur mit einem deutlichen Sieg gegen Fenerbahce wäre man Göztepe Istanbul auf die Pelle gerückt. Bis zur 55. Spielminute sah das auch eigentlich alles recht ordentlich aus, was Erzurum daheim spielte. Doch dann attackierte Roberto Soldado durch die Box, Keeper Ibrahim Sehic warf sich ihm vor die Füße und holte den Spanier von eben jenen. Zuerst lief das Spiel weiter, aber dann trat der VAR richtigerweise auf den Plan. Beim Reinrutschen wischte Sehic Soldado zweifelsfrei weg und das kann man dann auch pfeifen, wenn der Spieler alleine mit dem Keeper auf weiter Flur ist. In der 58. Minute trat Victor Moses zum Strafstoß an und versenkte die Kugel sicher – 0:1. In der Folge war im Stadion die Hölle los und Wasserflaschen flogen aufs Feld. Eine davon traf sogar Harun Tekin am Kopf. Schiedsrichter Suat Arslanboga löste das aber sehr entspannt und hatte, anders als der Sportskollege Cüneyt Cakir am gestrigen Abend, das Ganze recht gut im Griff. So wurde die Partie über die Bühne gebracht und Erzurumspor muss am letzten Spieltag gegen Kayserispor auf ein kleines Wunder hoffen, um die Klasse doch noch zu halten.

Ankaragücü sichert den Klassenerhalt souverän gegen Sivasspor

Für Ankaragücü waren die Vorgaben klar: Gewinnen und egal wie. Das haben die Hauptstädter gegen Sivasspor sehr gut gelöst. Hadi Sacko eröffnete in der 24. Minute das fröhliche Torschießen mit dem 1:0. Nur zehn Minuten später in der 34. Spielminute legte Tyler Boyd nach und erhöhte auf 2:0. Kurz nach der Pause erhöhte Hector Canteros in der 50. Minute gar auf 3:0 für die Hausherren und damit war in Ankara der Fisch gegessen. Zwar sorgte in der 61. Minute David Braz noch für die Ergebniskosmetik zum 3:1-Anschlusstreffer, das war es dann aber auch. Für Sivasspor hat die Niederlage keine Bedeutung und Ankara ist gerettet, kann nicht mehr absteigen. Und es könnte weitreichende Bedeutung bekommen. Durch diesen Heimsieg muss Ankaragücü am letzten Spieltag nicht mehr bei Göztepe Izmir gewinnen, um die Klasse zu halten. Und das könnte Göztepe, das derzeit auf dem 15. Tabellenplatz und damit auf einem Nichtabstiegsplatz liegt, neben dem Heimspiel einen weiteren Vorteil bringen. Ankara muss eben nicht mehr gewinnen.


Der direkte Konkurrent von Göztepe, Bursaspor, muss bei Yeni Malatyaspor antreten. Und Malatya liegt derzeit auf dem fünften Platz, der zur Teilnahme an der Qualifikation zur Europa League berechtigt. Man hat aber nur zwei Punkte Vorsprung vor Antalyaspor, das auswärts nach Istanbul zu Fenerbahce muss. So ist am letzten Spieltag zumindest im Tabellenkeller noch für reichlich Spannung gesorgt.

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