DHA

Fenerbahce rettet in Unterzahl Punkt gegen Denizlispor

7.3.2020 20:56 Uhr, von Chris Ehrhardt

Fenerbahce Istanbul steht vor schweren Zeiten. Die Kanarienvögel sind nach dem Abgang von Ersun Yanal immer noch ohne echten Trainer unterwegs und lassen wieder Punkte liegen. Der letzte Grund, sich in Unterzahl daheim gegen Denizlispor.html">Yukatel Denizlispor zurückkämpfen und in der letzten Folge durch Serdar Aziz ein 2: 2 holen. Der Meisterzug ist jedenfalls für das Team aus Kadiköy abgefahren.

Ab dem Anpfiff merkte man den Kanarienvögeln von Fenerbahce an, dass ihnen die Hosen flatterten. Da war kein Druck, keine Power und kein System im Spiel der Hausherren gegen Yukatel Denizlispor. Mit Glück konnte das Team die Angriffe von Denizli unbeschadet überstehen. Umso überraschender war es dann, dass Fener in Führung ging. In der 22. Minute zirkelte Mehmet Ekici die Kugel auf den Schädel von Ozan Tufan und war sicher selbst am meisten überrascht, wie zielsicher er die Kugel versenkte – 1:0. Danach lief es dann besser für die Kanarien, aber Vedat Muriqi zeigte diesmal gravierende Schwächen im Abschluss. Und wenn du die Seuche am Schuh hast, läuft alles gegen dich. So musste sich Max Kruse in der 31. Minute verletzt verabschieden und wurde durch Miha Zajc ersetzt. Und das war erst der Anfang. In der 36. Minute holte sich Tolgay Arslan Gelb ab. In der 44. Minute ruderte er bei einem Schuss von Radoslaw Murawski mit den Armen, kriegte die Pille an den Arm, der weit vom Körper weg war und fing sich den Elfer – plus Gelb als freundliche Dreingabe. Zweimal Gelb macht einmal Rot und das war es dann. Radoslaw Murawski schnappte sich die Kugel selbst und vollstreckte humorlos zum 1:1. Ausgleich und eine ganze Halbzeit in Unterzahl – es lief für Fenerbahce.


In der zweiten Hälfte zappelten sich die Kanarien einen ab, das Spiel irgendwie an sich zu reißen. Das sah streckenweise fast hilflos aus. Und Denizlispor konnte quasi auf Konter warten. Den gab es in der 75. Minute. Mustafa Yumlu tauchte plötzlich nach einem gescheiten Pass allein vor der Kiste auf und setzte das Runde ins Eckige – mit ein wenig Glück und Hilfe des Pfostens stand es 1:2. Niemand hatte danach mehr einen Pfifferling auf den Ausgleich von Fenerbahce gegeben. Zu ungeschickt stellte man sich an. Doch dann, als quasi alles vorüber war, nämlich in der zweiten Minute der Nachspielzeit (90+2), verarbeitete Serdar Aziz einen ruhenden Ball und ließ Kadiköy jubeln – 2:2. Der Ausgleich war wahrlich ein Geschenk, denn verdient war das Tor am Ende nicht. Doch der eine Punkt hilft Fener nicht wirklich weiter, denn oben enteilt Basaksehir und liegt schon 12 Punkte vor dem Ortsrivalen.

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