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Fenerbahce-Profi Rodrigues war einmal Postbote

3.4.2020 20:05 Uhr, von Björn Lücker

Wegen der Corona-Krise ruht derzeit auch in der türkischen Süper Lig der Ball. Außer Cyber-Training in den eigenen vier Wänden haben die Spieler nicht viel zu tun, bleiben auch sonst vorwiegend zu Hause. Was also tun mit der freien Zeit?

Garry Rodrigues, Profi bei Fenerbahce Istanbul, hat sich über seinen Karriereverlauf Gedanken gemacht und in einem Interview überraschende Dinge verraten.

Bei den Amateuren auf dem Abstellgleis

Bei dem 29-Jährigen von den Kapverdischen Inseln, der in Rotterdam geboren wurde und aufwuchs, lief in jungen Jahren nicht alles rund. Zunächst sei er zwar auf einer speziellen Akademie fußballerisch ausgebildet worden, konnte diese dann aber im Alter von 18 Jahren aus verschiedenen Gründen nicht mehr besuchen.

Der Flügelstürmer landete im niederländischen Amateurbereich auf dem Abstellgleis, der Traum von der großen Karriere drohte zu platzen. "Zwischenzeitlich musste ich sogar für ein Jahr pausieren und konnte nicht spielen, weil ich als Postbote arbeitete und hierbei keine Zeit für andere Dinge übrig hatte", sagte der 29-Jährige dem türkischen TV-Sender "TRT Spor".

Dann startete der Angreifer aber als Profi durch, obwohl zunächst auch nicht alles am Schnürchen lief. "Am Anfang habe ich mir sehr schwer getan und viele Erfahrungen gemacht - sowohl positiv als auch negativ. Es ist eine verrückte Geschichte.“

"Eines der fünf wichtigsten Derbys der Welt"

Mittlerweile hat Rodrigues fußballerisch schon einiges erlebt und war neben den Niederlanden unter anderem in Bulgarien, Griechenland, Spanien, Saudi Arabien und in der Türkei aktiv. Vor drei Jahren spielte er für Galatasaray, bevor er im Sommer 2019 vom saudischen Erstligisten Al-Ittihad Dschidda auf Leihbasis zu Stadtrivale Fenerbahce wechselte.

Am Bosporus fühlt sich Rodrigues nach wie vor wohl. Nach überstandener Verletzung ist der Goalgetter froh, für Fenerbahce wieder auf Torejagd gehen zu können. "Bei Verletzungen darf man sich nicht emotional fallen lassen, sondern muss nach vorne blicken“, sagt der Stürmer, der diese Saison schon dreimal für Fenerbahce getroffen hat. Er fiebert schon - wenn die Corona-Krise endlich überstanden ist - dem nächsten Derby gegen Galatasaray entgegen. "Die Duelle zwischen Fenerbahce und Galatasaray sind von großer Bedeutung. Wahrscheinlich ist es eines der fünf wichtigsten Derbys auf der Welt.“

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