dpa

Fenerbahce: Max Kruse sitzt in Istanbul fest

21.3.2020 20:53 Uhr

Max Kruse, ehemaliger deutscher Nationalkicker und aktuell in der Türkei unter Vertrag bei Fenerbahce Istanbul, sitzt im Land fest. Selbst wenn er Freunden und Verwandten in Deutschland beistehen oder seinen Bänderriss behandeln lassen wollte, er kann nicht. Der Klub hat für seine Spieler eine Anweisung erlassen, Istanbul nicht zu verlassen und da die Türkei Flüge zum Beispiel nach Deutschland ausgesetzt hat, wäre kein Direktflug möglich. Ausweichoptionen gäbe es möglicherweise über Athen, wenn er über die Grenze käme.

Fußball-Profi Max Kruse vom türkischen Spitzenclub Fenerbahce Istanbul will in Zeiten der Coronavirus-Krise tatkräftig Hilfe leisten. "Ich werde auf jeden Fall etwas tun, was ich genau mache, habe ich noch nicht entschieden", sagte Kruse in einem Live-Interview mit der Sportmoderatorin Laura Wontorra, "aber in Krisensituationen sind wir darauf angewiesen, dass jeder Hilfe bekommt. Da haben wir eine Vorbildfunktion und der werde ich nachkommen."

Kruse hofft auf baldige Entspannung der Lage

Aktuell ist der ehemalige Nationalspieler zum Zuschauen verurteilt, da er sich vor zwölf Tagen einen Bänderriss zugezogen hatte. Dass durch das Coronavirus das Leben in Istanbul lahmgelegt ist, kommt Kruse nun zugute: "Ich brauche zum Beispiel normalerweise zum Training eine bis eineinhalb Stunden. Jetzt im Moment ist gar kein Verkehr. Zur Behandlung war ich in 20 Minuten durch."

Die Möglichkeit, nach Hause zu fliegen, besteht für den früheren Bundesliga-Profi von Werder Bremen, dem FC St. Pauli, dem SC Freiburg, Borussia Mönchengladbach und des Vfl Wolfsburg aber nicht. Zum einen gäbe es eine strikte Anordnung vom Verein, in Istanbul zu bleiben. Zum anderen hat die Türkei einen Einreisestopp für alle europäischen Länder eingeführt. "Deswegen bleibe ich erst einmal hier und versuche das Beste aus der Situation zu machen", sagte der 32-Jährige. Der Offensivspieler hofft, dass sich die Lage so schnell wie möglich normalisiere und die Verbreitung des Virus eingedämmt werden kann: "Ich persönlich habe keine Angst, aber natürlich muss man sich um Ältere oder Menschen mit Vorerkrankungen mehr Sorgen machen."

(ce/dpa)

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