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Fenerbahce kann sich nicht befreien

7.4.2019 17:27 Uhr, von Chris Ehrhardt

Die Nachmittagsspiele des 27. Spieltages am Sonntag in der türkischen Süper Lig standen unter dem Stern des nackten Abstiegskampfes. Kasimpasa hatte mit Erzurumspor einen der Abstiegskandidaten zu Gast und vergrößerte mit einem 2:1-Heimsieg das Elend der Gäste aus dem "Kühlschrank der Türkei". Später ging es für Göztepe Izmir darum, die Probleme von Bursaspor zu vergrößern. Dazu musste man "nur" das Heimspiel gegen den Tabellenletzten Akhisarspor gewinnen. Doch durch den 1:0-Auswärtssieg von Akhisar bleibt Göztepe auf einem Abstiegsplatz und Bursa darf hoffen. In Ankara fand das Tabellennachbarsduell zwischen Ankaragücü und Fenerbahce Istanbul statt. Die Partie endet mit einem 1:1-Remis, das beiden punktgleichen Teams nichts bringt.

Das Spiel zwischen Kasimpasa und Erzurumspor war nicht dazu geeignet, Fußballherzen höher schlagen zu lassen. Daran änderten nicht einmal drei Tore etwas. Koita brachte das Heimteam in der 29. Minute in Front. Eduok stellte auf den Ausgleich in der 61. Spielminute, ehe Koita in der 76. Minute nach schöner Vorarbeit von Trezeguet auf den 2:1-Endstand einstellte.

Großes Fußballdrama in Ankara

Für Göztepe Izmir galt, nachdem gestern Bursaspor sein Spiel bei Alanyaspor vergeigte, man darf alles, nur nicht gegen den Nummer eins Abstiegskandidaten Akhisarspor daheim verlieren. Aber genau das tat das Team aus Izmir. Fast 90 Minuten hielt man hinten die Bude dicht, um dann in der 88. Minuten in den Tiefschlaf zu verfallen. Das nutzte Helder Barbosa gnadenlos aus und sorgte so für den 1:0-Auswärtssieg, über den Akhisarspor sich freuen durfte.


Ganz große Fußballdramen spielten sich in Ankara beim Spiel von Ankaragücü gegen Fenerbahce Istanbul ab. Die Gäste waren im Grunde in den meisten Belangen meilenweit überlegen, fingen sich dann aber in der 42. Minute einen selten dummen Konter. Damit war Ankara durch Tyler Boyd 1:0 in Front und die Kanarienvögel würden rennen müssen. Und wenn bei Fenerbahce gar nichts läuft, müssen eben die Pfälzer her. Hier in Person vom Neuwieder Hasan Ali Kaldirim. Er war es, der Fener die Hoffnung zurückgab, als er in der 67. Minute den 1:1-Ausgleich besorgte.

Fenerbahce ließ in der Folgezeit beste Chancen ungenutzt liegen. So, als würde man längst als Meister feststehen und nicht gegen den Abstieg spielen. In der 88. Minute kam es dann zum Skandal des Spiels. Der gebürtige Münchner und ehemalige Spieler von FC Bayern München sowie von Werder Bremen, Mehmet Ekici, attackierte wort- und körpergewaltig Hector Canteros, der dem Fener-Spieler wohl eine leichte Kopfnuss als Antwort verpasste. Nach viel Getue, Gerangel, Rudelbildung und Co kam der VAR ins Spiel. Beide Spieler wurden berechtigt des Feldes verwiesen und man muss kein Prophet sein zu sagen, so einen Klopper hätte sich Ekici in der Bundesliga in 100 Jahren nicht gerissen.

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