DHA

Fenerbahce gewinnt Rot-Festival in Kadiköy gegen Basaksehir

23.12.2020 19:17 Uhr

Am Mittwochabend fand in der Türkei die Fortsetzung vom 14. Spieltag in der Süper Lig statt. In den Nachmittagsspielen unterlag Erzurumspor im Kühlschrank der Türkei bei Minustemperaturen Yukatel Denizlispor mit 1:2 und Tabellenführer Alanyaspor kam nicht über 1:1 gegen Yeni Malatyaspor hinaus. Am Abend wurde es vorweihnachtlich bunt in Istanbul, wo zwei Spiele – eins davon ein Stadtduell – stattfanden. Dabei unterlag Kasimpasa 0:4 gegen Gaziantep und Fenerbahce siegte im Rot-Festival von Kadiköy mit 4:1 gegen Vorjahresmeister Basaksehir. Dreimal Rot holten sich die Eulen ab.

Hugo Rodallega war einmal mehr der Matchmaker für die Gäste von Denizlispor bei eher ungemütlicher Kälte in Erzurum. Er war der Doppelpacker (36. Minute und 55. Minute) für die Gäste zum 0:1 und 0:2. Emrah Bassan (70. Minute) schaffte nur noch den Anschlusstreffer und damit wurde Rodallega zum Mann des Abends im Kühlschrank der Türkei.


Beim Spiel zwischen Alanyaspor – unter wesentlich angenehmeren Außenbedingungen und Temperaturen, die nah an der Grenze zu 20 Grad lagen – Malatyaspor ging es für den Tabellenführer darum, die Abstand zu Verfolger Galatasaray wieder auf drei Punkte zu stellen. Dabei spielte Malatya in der Provinz Antalya aber nicht mit. Khouma Babacar (32. Minute) brachte sein Team zwar mit 1:0 in Führung, aber ausgerechnet ein Ex-Kicker der Löwen war es, der seinen ehemaligen Teamkollegen mit seinem Ausgleichstreffer Schützenhilfe leistete. Adem Büyük (60. Minute) war es, der mit dem Tor zum 1:1 dafür sorgte, dass Cimbom in direkter Schlagweite zum Meisterschaftsmitbewerber blieb.


In Istanbul brachte wieder einmal der ehemalige Bundesligakicker Alexandru Maxim (9. Minute) sein Team Gaziantep gegen Kasimpasa mit 0:1 in Führung, nachdem er wie am letzten Spieltag schon vom Elfmeterpunkt traf. Kasimpasa drückte in der Folge und das mit einem Ballbesitzanteil, der in den ersten 20 Minuten bei zwei Dritteln lag. Doch Ballbesitz schießt nicht automatisch Tore. Und in diese Drangperiode der Istanbuler traf erneut Alexandru Maxim (25. Minute) mit seinem Doppelpack zum 2:0. Und in der zweiten Hälfte kam es noch dicker für Kasimpasa am Goldenen Horn von Istanbul. Jefferson Nogueira (57. Minute) stellte den Ticker auf 0:3 für Antep und Muhammet Demir (79. Minute) setzte den Schlusspunkt mit dem 0:4. Das war eine ganz böse Packung für die Hausherren.

Für Fenerbahce ging es im Stadtduell gegen Basaksehir um weit mehr als nur die "Ortsehre". Ein Punkte-Dreier war Muss, wenn die Kanarienvögel weiter an Alanyaspor und Galatasaray dranbleiben wollten. Doch Mahmut Tekdemir (6. Minute) gab den Spielverderber mit dem 0:1 für IBB und das sehr früh im Spiel. Ein wichtiges Tor, denn damit konnte Basaksehir sein Spiel aufziehen – früh treffen, zurückfallen lassen und aus der massiven Deckung auf Konter hoffen. Fenerbahce mühte sich redlich um den Ausgleich, doch der wollte vorerst nicht fallen – zumindest nicht innerhalb der regulären Spielzeit der ersten Hälfte. Doch ein gebürtiger Kölner, der bin der Fohlenelf von Borussia Mönchengladbach, bei Alemannia Aachen und Fortuna Düsseldorf das Kick-Handwerk erlernte, sorgte dann für das 1:1 – Nazim Sangare (45.+2 Minute). Und der Ausgleich ging zu diesem Zeitpunkt auch absolut in Ordnung.

In den zweiten 45 Minuten überschlugen sich dann die Ereignisse in Kadiköy. Marcel Tisserand (60. Minute) erzielte die Führung für die Hausherren - 2:1. Und danach wurde es giftig und gallig auf dem Feld. Die Verantwortung dafür trugen Schiedsrichter Bahattin Simsek und der VAR. In der 69. Minute zeigte er Rafael Da Silva die zweite Gelbe und zückte entsprechend den gelb-roten Karton - eine klare Fehlentscheidung, denn Rafael hatte den Gegner nicht berührt, sondern wenn überhaupt, foulte Martin Skrtel. Das hätte der VAR aber selbst mit beschlagener Brille sehen müssen und den Mann auf dem Platz zurückpfeifen müssen. Darüber erregte sich Trainer Okan Buruk und musste mit Rot auf die Tribüne. Doch es kam noch dicker, denn in der 73. Minute sag Irfan Can Kahveci ebenso die Karte "Sie dürfen duschen gehen" und Basaksehir stand mit zwei Feldspielern weniger auf dem Feld. Das nutzten die Kanarienvögel gnadenlos aus. Luiz Gustavo (84. Minute) machte sehenswert per Schlenzer das 3:1 und Mert Hakan Yandas (89. Minute) setzte den Schlussakkord zum 4:1. Da war Dampf drin und nun steht auch Fenerbahce - wie Ortsrivale Galatasaray - nur einen Punkt hinter Tabellenführer Alanyaspor. Das wird eng an der Tabellenspitze.


(ce)

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