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Fenerbahce erkämpft sich Heimsieg gegen Sivasspor

15.3.2019 20:50 Uhr, von Christian Ehrhardt

Zu Beginn des 26. Spieltages in der türkischen Süper Lig trafen am Freitagabend Fenerbahce Istanbul und Sivasspor in Kadiköy aufeinander. Für Sivasspor konnte der Abend recht entspannt verlaufen, denn selbst bei einer Niederlage würde man nicht in den Abstiegsstrudel rutschen. Das sah bei den Kanarienvögeln schon ganz anders aus. Nur drei Punkte helfen dem Team aus Istanbul – und das am besten in Serie. Und an die Vorgabe hat sich Fener gehalten, auch wenn man lange zittern musste. Das 2:1 gibt den Kanarienvögel nun etwas Luft zum Tabellenkeller.

Man merkte Fenerbahce in der kompletten ersten Hälfte an, unter welchem Druck des Gewinnzwanges das Team stand. Manchmal hatte man den Eindruck, als wollten die Spieler den Ball möglichst schnell wieder loswerden. Nur selbst keinen Fehler machen, der möglicherweise zu einem Tor für Sivasspor führen könnte. Das, was in den ersten 45 Minuten passierte – auf beiden Seiten – könnte man mit sechs Buchstaben auf einen Bierdeckel schreiben: Nichts. Fener hatte einen Torschuss und Sivasspor glatte 0! Ja, die Null soll stehen – aber doch nicht bei den Torschüssen. So war es eine echte Erlösung, als Referee Bülent Yildirim überpünktlich nach exakt 45 Spielminuten die erste Hälfte abpfiff. Warum? Weil die Halbzeit endlich ein Ende fand und man durch den lauten Pfiff wach wurde. Um das Gehampel auf dem Platz endlich Fußball nennen zu können, müsste in der zweiten Hälfte ein wahres Wunder geschehen.

Andere Halbzeit und zuerst das gleiche (Trauer)Spiel

Beide Teams knüpften da an, wo sie aufgehört hatten. Mit zunehmender Spieldauer hatten auch die Zuschauer in Kadiköy die Nase voll und pfiffen ihr Team aus. Die Szene des Spiels gab es in der 57. Minute. Auf der linken Seite spielte Victor Moses auf Roberto Soldado. Der ging an die Grundlinie und war von einem Verteidiger bewacht. Doch Keeper Tolgahan Acar kam ohne jede Not aus seinem Kasten, wurstelte da plötzlich mit rum. Soldado zurück zu Moses, der mit dem hohen Ball in die Box und Acar klatschte den Ball vor die Füße von Ayew. Doch bis der sich drehte, waren ausreichend Verteidigerfüße da. Das war absoluter Slapstick.


Wenn ein Spiel von beiden Teams bis zur 67. Minute ganze zwei Torschüsse gesehen hat und die waren auch eher "so lala", dann muss man fragen dürfen, was die Akteure auf dem Platz eigentlich hauptberuflich machen. In der 73. Minuten wurde dann das Gegurke von Fenerbahce bitterböse bestraft. Delvin Ndinga spielte nach vorne, Emre Kilinc auf links, Pass in die Mitte der Box zu Özer Hurmaci und bopp, drin war der Ball – 0:1. Da schauten die Kanarien aber plötzlich sehr sparsam aus der Wäsche – und wurden danach wach. Im direkten Gegenzug nach dem Anstoß in der 74. Minute konnte Fenerbahce ausgleichen. Und wir hatten endlich ein Fußballspiel. Moses spielte in der Box, sah Soldado frei und der machte das sehr entspannt aus rund 12 Metern Distanz – 1:1.

In der 86. Minute jubelte dann erneut Kadiköy. Hasan Ali Kaldirim lief auf links in die Box, passte in die Mitte, wo Freund und Feind die Kugel verpassten. Doch auf ganz rechts stand Mehmet Ekici. Der nahm den Ball an, lief zwei Schritte und spielte Tolgahan Acar den Ball durch die Hosenträger ins Tor – 2:1. So ein Tor darfst du eigentlich aus dem Winkel und dann noch durch die Beine in 100 Jahren nicht kassieren. Ekici war es sicher völlig egal. Der Schiri zeigte dann sechs Minuten Nachspielzeit an und Sivasspor warf alles nach vorne. Doch ohne echten Erfolg. Und so schnappte sich Fenerbahce drei wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg.

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