Fenerbahçe lädt Trabzonspor zum Toreschießen ein

25.11.2018 19:42 Uhr, von Chris Ehrhardt

Trabzonspor und Fenerbahçe Istanbul brauchten beide die drei Punkte dringend. Trabzon würde bei einem Sieg wieder den Anschluss nach oben gewinnen können und für Fener ging es darum, sich von den Abstiegsplätzen abzusetzen. Doch wie ein potenzieller Absteiger spielte Fenerbahçe leider auch. Die Kanarienvögel luden Trabzonspor förmlich zum Toreschießen ein – und das Team von der Schwarzmeerküste versemmelte selbst größte Chancen. Trotzdem reichte es zu einem 2:1-Heimsieg gegen ein erschreckend schwaches Fenerbahçe.

Trabzonspor versuchte recht zeitnah deutlich zu machen, wer die Herren im Haus sind. Mit direktem Zug zum Tor wurde operiert und die Hintermannschaft von Fener machte es den Hausherren oft viel zu einfach. Das Tor lag in der Luft – und wollte nicht fallen. In der 26. Spielminute schien es aber dann doch so weit zu sein – Elfmeter für Trabzon. Der Kolumbianer Rodallega versuchte sich vom Punkt, doch Harun im Tor der Kanarien konnte den stramm geschossenen Strafstoß sehr gut parieren. So blieb es beim 0:0 zum Pausenpfiff.

Mehr Aktionen vor dem Tor in den zweiten 45 Minuten

In der zweiten Hälfte lud Fener das Team von Trabzonspor förmlich zum Toreschießen herzlich ein. Eine hohe Zahl von individuellen Fehlern brachte die Istanbuler wieder und wieder in Bedrängnis. Ein Glück, dass die Chancenverwertung des Heimteams weit vom optimal entfernt blieb. Bis zur 50. Minute. Da konnte Novak eine Hereingabe von Pereira mit dem Kopf verwerten und Fener lag plötzlich – wenn auch nicht unerwartet – hinten. Wer nun auf das große Aufbäumen wartete, der wartete zuerst einmal vergeblich. Trabzonspor setzte sich weiter in Szene und profitierte von immer offensichtlicher werdenden Schwächen in der Hintermannschaft der Kanarienvögel. So auch vor dem 2:0 von Trabzon in der 75. Spielminute.

Die Hintermannschaft von Fenerbahçe schaute Sosa interessiert zu, wie der sich den Ball auf der linken Angriffsseite zurechtlegte und dann humorlos abzog. Abwehrverhalten auf Regionalliga-Niveau. Harun stand zudem noch recht verloren mittig in der eigenen Box herum und hatte nicht den Hauch einer Chance. So nachlässig darf man einfach nicht verteidigen.

Michael Frey machte es wider Erwarten noch einmal spannend

In dieser Phase hätte man Trabzonspor gut und gerne noch das eine oder andere Tor zugetraut. Getroffen hat dann aber Fenerbahçe. In der 82. Minute nahm der Schweizer Michael Frey einfach einmal Maß und netzte die Kugel blitzsauber vom Strafraumrand in die Maschen von Keeper Uğurcan Çakır, der nicht den Hauch einer Abwehrchance hatte. Statt 3:0 oder 4:0, was durchaus realistisch gewesen wäre, stand es plötzlich nur noch 2:1 für Trabzon. Die Hausherren schaukelten dann aber das unnötig knappe Ergebnis über die Zeit und für die Kanarienvögel aus Istanbul wird die Luft am Tabellenende immer dünner.

In einem weiteren Abendspiel der Süper Lig siegte Kasımpaşa daheim gegen Yeni Malatyaspor mit 3:0 und konnte in der Tabelle an Galatasaray Istanbul auf den zweiten Rang vorbeiziehen.

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.