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FDP will Wölfe jagen (lassen)

21.2.2019 16:13 Uhr

Der jagdpolitische Sprecher der FDP-Fraktion fordert, den Wolf ins Jagdgesetz aufzunehmen und den Schutzstatus der Tiere zu lockern. Sonst sei die Weidetierhaltung bald "am Ende".

"Der Wolf hat längst einen guten Erhaltungszustand erreicht", sagte der jagdpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Karlheinz Busen, der Deutschen Presse-Agentur. "Wir brauchen daher eine Regulierung der Wölfe, nicht nur den Abschuss im absoluten Ausnahmefall, wie die Grünen das wollen."

Auch AfD will Obergrenzzahlen für Wölfe

Die AfD will unter anderem regionale Obergrenzen für Wölfe und die Jagd erlauben, wenn die Zahl der Tiere sie überschreitet. Beide Anträge standen an diesem Donnerstag auf der Tagesordnung des Parlaments - der Umweltausschuss hatte empfohlen, sie abzulehnen. Das Thema ist auch zwischen Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) umstritten, sie sprechen derzeit über eine bessere Unterstützung für Schäfer.

"Problemwölfe" erschießen?

Mit Blick auf den FDP-Antrag verwies die naturschutzpolitische Sprecherin der Grünen, Steffi Lemke, auf die bereits bestehende Möglichkeit, auffällige Wölfe zu erschießen. Sie warf der FDP vor, die Debatte populistisch anzuheizen. "Wer den Schafhaltern nachhaltig helfen will, muss endlich eine bundesweite Weidetierprämie umsetzen", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Einen Antrag von Grünen und Linken dazu hatte der Bundestag bereits abgelehnt.

(be/dpa)