dpa

FC Bayern zum fünften Mal deutscher Basketballmeister

23.6.2019 20:26 Uhr

Das war ein echter Durchmarsch im deutschen Basketball. In einer hochdramatischen Partie gegen ALBA Berlin hat der FC Bayern München seinen Meistertitel verteidigt und die Best-ofFive-Serie mit einem glatten 3:0 schnell entscheiden können. Ärgerlich für die Fans, die statt möglichen fünf Matches nur drei sehen konnten. Gut für den Meister und den Vizemeister, die nun früher in den Urlaub starten dürfen.

Der in den Playoffs ungeschlagene Titelverteidiger gewann das dritte Finalspiel gegen ALBA Berlin dank einer famosen Aufholjagd mit 93:88 (76:76, 32:46) nach Verlängerung. Präsident Uli Hoeneß hatte für das Endspiel-Spektakel den Urlaub unterbrochen und jubelte nach einem irren Schlussviertel und einer Zitterpartie in der Overtime am Spielfeldrand über den Coup.

Ausverkauftes Haus im Audi Dome

Für die Münchner ist es nach 1954, 1955, 2014 und 2018 der fünfte Meistertitel. Der Mannschaft von Trainer Dejan Radonjic glückte mit dem 3:0-Erfolg in der hochklassigen Best-of-Five-Finalserie das Kunststück, ohne Niederlage durch die Playoffs zu marschieren. Das war zuvor nur Bayer Leverkusen (1991/92 und 1993/94), ALBA (1997/98 und 2001/02) sowie Brose Bamberg (2015/16) gelungen.

Vor 6500 Fans im ausverkauften Audi Dome zeigten die Bayern drei Viertel lang eine zerfahrene Partie mit vielen Ballverlusten und einer ganz schwachen Wurfquote. Zwischenzeitlich waren die Hausherren 15 Punkte in Rückstand. Erst im Finish drehte der Favorit auf, machte einen 13-Zähler-Rückstand wett und hatte Sekundenbruchteile vor der Sirene sogar die Chance auf den Sieg in der regulären Spielzeit. In der Overtime schließlich behielten die Hausherren die Nerven und konnten in eine Party-Woche starten.

Bester Werfer der Gastgeber wurde Vladimir Lucic mit 23 Punkten. Den Hauptstädtern reichten 21 Zähler von Peyton Siva nicht für den Auswärtssieg, der ein viertes Match am Dienstag in Berlin bedeutet hätte. Der ehemalige Serienmeister verlor sein drittes BBL-Finale nacheinander gegen die Bayern nach 2014 und 2018.

Berlin kämpfte sich Rückstand ins Match zurück

Dabei hatte es lange gut ausgesehen für die Mannschaft von Trainer Aito Garcia Reneses. Nach dem 74:70 zu Hause und dem 82:77 in Berlin legten die Münchner zwar auch in Spiel drei stark los. Die Bayern führten schnell mit 4:0 (2.), wenig später mit 11:5 (7.). Doch mit einer mannschaftlich geschlossenen und defensiv dann stärkeren Leistung kämpften sich die Berliner zurück. Zwei Dreier durch Tim Schneider und Martin Hermannsson machten aus einem 14:15 eine 20:15-Führung. Zwei Freiwürfe von Nationalspieler Niels Giffey folgten zum 22:15 nach dem ersten Viertel.

Im zweiten Abschnitt setzte sich die Ladehemmung der Gastgeber fort, ALBA zog auf 28:15 (12. Minute) davon. Vladimir Lucic und Stefan Jovic beendeten dann die Korbflaute mit zwei Dreiern zum 21:28 (13.) nach zuvor mehr als fünf Minuten ohne Bayern-Korb. Umkämpft und teilweise hektisch ging es bis zur Halbzeit zur Sache. Die Gäste bauten den Vorsprung aus, München leistete sich viele Fehlversuche.

Bayern siegt in der Overtime

Die von den Münchnern zur Halbzeitpause ausgerufene Aufholjagd begann vielversprechend. Bis auf sieben Punkte kamen die Bayern heran. Doch anders als in den vorangegangenen zwei Partien fand ALBA diesmal lange die passenden Antworten. Bei Berlin behielt vor allem Siva mit zwei Dreiern die Nerven. Mit 62:51 für Berlin ging es ins Schlussviertel, in dem die Münchner angepeitscht von ihren Fans in einem wahren Krimi tatsächlich noch das Comeback schafften.

In der letzten Sekunde der regulären Spielzeit hatte Ex-NBA-Star Derrick Williams noch per Korbleger die Chance zum Sieg, scheiterte aber knapp. Erst in der Overtime gelang Bayern die Entscheidung.

(ce/dpa)

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