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FC Bayern weiter Vierter

14.1.2020 15:16 Uhr

Der FC Bayern München bleibt in Deutschland weiterhin das Maß der Dinge, wenn es um den Geldfluss geht. Doch auch in Europa klopft der deutsche Rekordmeister an der Türe zu einem Podestplatz und den ersten drei Vereinen an. In der "Football Money League" belegt der Double-Gewinner des Vorjahres den vierten Platz. Auf dem Platz an der Sonne liegt weiterhin der FC Barcelona, auf dem zweiten Rang gruppiert sich Real Madrid ein und Manchester United hält die Bronzeposition.

Der deutsche Rekordmeister aus München kam in der Saison 2018/19 nach Berechnungen der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte auf einen Umsatz von 660,1 Millionen Euro. Die Gesamteinnahmen lagen damit fast 31 Millionen Euro höher als in der Saison zuvor (629,2 Millionen). Für den deutschen Geld-Krösus reichte es in dem in London veröffentlichten Ranking wie in den letzten Jahren zu Platz vier. Insgesamt haben Europas Spitzenvereine laut der Untersuchung mit dem Namen "Football Money League" zum Teil erhebliche Umsatzsprünge gemacht. Die 20 finanzstärksten Clubs verzeichneten in der Spielzeit 2018/19 mit zusammen 9,3 Milliarden Euro eine Erlössteigerung von elf Prozent und erreichten einen Rekord. Den größten Anteil mit 44 Prozent nehmen die Einnahmen aus den Medienrechten ein.

Barca steigert Umsatz im mehr als 150 Millionen Euro

"Die Clubs der Football Money League sind auf gutem Weg in naher Zukunft die 10-Milliarden-Euro-Grenze zu durchbrechen", sagte Stefan Ludwig, Leiter der Sport Business Gruppe bei Deloitte, voraus. Maßgeblichen Anteil daran hat der FC Barcelona. Erstmals führt der Club um Superstar Lionel Messi die Liste des Fußball-Finanzadels an und löste den alten Rivalen Real Madrid (757,3 Millionen) ab.

Die Katalanen hoben ihren Umsatz von 690,4 Millionen um über 150 Millionen auf 840,8 Millionen Euro. "Barca hat die Zugkraft der eigenen Marke erkannt und kümmert sich nun selbst um Merchandising und Lizenzierung statt wie bisher auf externe Anbieter zu setzen", erklärte Kim Lachmann von der Sport Business Gruppe bei Deloitte.

Finanzstarke Klubs immer weiter vorne

Dritter blieb Manchester United (711,5 Millionen). Unter den Top 20 sind auch Borussia Dortmund und Schalke 04. Der BVB rangierte mit 377,1 Millionen Euro (2017/18: 317,2 Millionen) erneut an zwölfter Stelle, Schalke verbesserte sich dank der Teilnahme an der Champions League in der vorherigen Saison mit 324,8 Millionen (243,8 Millionen) um einen Platz und ist 15.

Allerdings herrscht bereits in der Rangliste eine erhebliche Diskrepanz. Es bildeten sich in den Top 20 "eigene Mini-Ligen", sagte Deloitte-Manager Ludwig. "So setzen sich beispielsweise die finanzstärksten Clubs immer weiter ab." Beispiel: die Einnahmen des Champions-League-Siegers FC Liverpool (604,7 Millionen) als Siebten der Finanzliga sind fast dreimal so hoch wie beim 20. SSC Neapel (207,4 Millionen Euro). Deloitte erstellt die Rangliste auf Basis der veröffentlichten Jahresabschlüsse unter dem Titel "Football Money League", in diesem Jahr zum 23. Mal. Transfererlöse und Einnahmen aus Nicht-Fußball-Aktivitäten oder Finanztransaktionen werden nicht mit einberechnet, weshalb die Zahlen teils deutlich von den Angaben der Vereine abweichen.

(ce/dpa)

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