afp

FC Bayern muss verletzten Hernandez zum Nationalteam schicken

7.10.2019 22:07 Uhr

Trotz einer Verletzung muss Bayern München nun doch Verteidiger Lucas Hernandez zur französischen Nationalmannschaft reisen lassen. Der Weltmeister soll in Paris von Ärzteteam der Equipe Tricolore an seinem verletzten Knie untersucht werden, teilte der deutsche Fußball-Rekordmeister am Montag mit und machte aus einem Konflikt um die Nominierung kein Hehl. "Ich bin irritiert über das Verhalten des französischen Verbandes", sagte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Der FC Bayern hatte dem französischen Verband FFF am Samstagabend nach dem 1:2 gegen die TSG Hoffenheim mitgeteilt, dass Hernandez aufgrund seiner Blessur in München bleiben müsse. "Lucas, hat eine Stressreaktion am Knie", hatte Sportdirektor Hasan Salihamidzic gesagt, er werde "definitiv" nicht abreisen. Die Franzosen hatten jedoch zuvor schon erkennen lassen, dass sie auf die Berufung für die EM-Qualifikationsspiele in Island und gegen die Türkei (11. und 14. Oktober) bestehen würden.

Bayern verärgert und irritiert

Obwohl die FIFA-Statuten das Vorgehen der Franzosen ermöglichen, ist der FC Bayern verärgert. "Ich möchte darauf hinweisen", sagte Rummenigge, "dass Lucas Hernandez aufgrund seiner Verletzung weder gegen Tottenham Hotspur noch gegen die TSG Hoffenheim im Kader stehen konnte." Auch die "zitierte Aussage" von Nationaltrainer Didier Deschamps, "wonach Hernandez bereit sei, ´mit einem Bein zu spielen´, hat uns doch sehr überrascht", ergänzte der Bayern-Boss.

Der FC Bayern, führte Rummenigge aus, hätte "wegen des großen Risikos mehr Verständnis" vonseiten der Franzosen erwartet. Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt bekräftigte: "Lucas Hernandez kann bei den anstehenden Partien der französischen Nationalmannschaft nicht spielen, von daher macht auch eine Abstellung keinen Sinn."

(gi/afp)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.