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FC Bayern lechzt nach Sieg auf Schalke nach Triple

4.3.2020 11:24 Uhr

Ein Spaziergang war es diesmal nicht, aber dennoch eine klare Sache. Im Stil einer Spitzenmannschaft, die auch weniger gute Spiele souverän abwickelt, besiegte Bayern München den FC Schalke mit 1:0 (1:0) und zog zum 31. Mal in das Halbfinale des DFB-Pokals ein.

"Wir sind total in der Spur", befand Sportdirektor Hasan Salihamidzic. Für die Schalker bleiben die Münchner in dieser Saison eine Nummer zu groß. Wie schon bei den beiden Niederlagen in der Bundesliga (0:3/0:5) ging der Revierclub erneut leer aus. Die wichtigsten Aspekte der Partie:

Neuer bescheiden: "Hochmut kommt vor dem Fall"

Die Stabilität der Münchner ist beeindruckend. Seit nunmehr 14 Pflichtspielen ist das Team von Trainer Hansi Flick ohne Niederlage. Nur Anfang Februar gab es im Bundesliga-Spitzenspiel daheim gegen Leipzig ein 0:0, ansonsten ausnahmslos Siege. Mit dem jüngsten Erfolg über Schalke, der trotz vieler verletzter Profis wenig Probleme bereitete, sind die Bayern von der 24. Final-Teilnahme im DFB-Pokal nur noch einen Sieg entfernt.

Auf die Frage, ob die Münchner in dieser Form ein Triple-Kandidat sind, antwortete Torhüter Manuel Neuer: "Die Möglichkeit besteht. Aber ich werde es jetzt nicht aussprechen. Hochmut kommt vor dem Fall."

Nübel kann schon mal die Koffer packen

Eher unwahrscheinlich, dass Alexander Nübel nochmals für den FC Schalke spielt. Nach zuletzt schwachen Leistungen wurde er im Pokal-Duell mit seinem künftigen Club aus München durch U-21-Nationaltorwart Markus Schubert ersetzt, der ihn bereits während seiner Vier-Spiele-Sperre vertreten hatte. Nach Fan-Protesten gegen Nübel beim vergangenen Spiel in Köln sah Trainer David Wagner keine andere Möglichkeit: "Für mich war es alternativlos. Alex hat nicht gut gehalten und Fehler gemacht, die er sonst nicht macht. Und mit den ganzen Umständen - wie dem Vereinswechsel - hatte ich nicht das Gefühl, dass er sein Potenzial auf den Platz bringt."

Proteste halten sich in Grenzen

Trotz der Drohung der Vereinsspitze im Vorfeld, bei Hass-Plakaten und Schmährufen das Spiel unverzüglich abzubrechen, wollten die Schalke-Fans nicht gänzlich auf Proteste verzichten. Vor dem Anpfiff waren Spruchbänder mit der Aufschrift: "Dementer Fußball-Bund" - "Zusage gegen Kollektivstrafe vergessen" - "Versucht ihr nun, uns Fans mit Spielabbrüchen zu erpressen" zu sehen. Zudem gab es direkt nach dem Anpfiff Sprechchöre gegen den DFB. Auch zu Beginn der 2. Halbzeit präsentierten die Fans auf der Nordtribüne Spruchbänder.

Bayerns Sportdirektor Salihamidzic war dennoch erleichtert, dass sich die Proteste in Grenzen hielten. "Zu diesem Thema ist alles gesagt. Heute haben wir Fußball gesehen, das soll auch so bleiben. Klar, hatten wir das Thema im Hinterkopf. Aber wir mussten uns auf unseren Job konzentrieren."

Kimmich kann "einfach alles"

Joshua Kimmich bleibt die Allzweckwaffe der Bayern. Diesmal überzeugte der Nationalspieler als Innenverteidiger - nicht nur wegen seines Siegtreffers in der 40. Minute. "Er kann einfach alles. Er hat sich in den letzten Jahren zu einem Führungsspieler und zu einer Persönlichkeit entwickelt. Für mich ist er einer der besten Spieler in Europa", lobte Sportdirektor Salihamidzic.

(bl/dpa)

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