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FC Bayern baut Tabellenführung aus

8.3.2020 17:34 Uhr

Es war eine gelungene Party zu, 120. Jubiläum des Vereins FC Bayern München. Trotzdem machten die Gäste vom FC Augsburg den Bayern das Leben schwer und Thomas Müller sowie Leon Goretzka in der Nachspielzeit waren beim 2:0-Sieg die Garanten dafür, dass die Party zum Vereinsgeburtstag nicht ins Wasser fiel. Durch den Patzer von RB Leipzig konnte sich der FC Bayern an der Tabellenspitze der Bundesliga sogar weiter absetzen und führt nun vier Punkte vor dem Verfolgerfeld, das von Borussia Dortmund als Bayern-Jäger angeführt wird.

Mit einer riesigen Choreographie hatten die Bayern-Anhänger vor dem Anpfiff den festlichen Rahmen zum Jubiläum bereitet, und nach gehöriger Anlaufzeit passte sich dann auch die Flick-Elf mit zumindest einigen glänzenden Momenten an. Müller versenkte bei seinem sechsten Saisontor einen Traumpass von Jerome Boateng direkt aus der Luft, weitere Tore verhinderten Augsburgs Torwart Andreas Luthe oder Münchner Nachlässigkeiten im Abschluss. Florian Niederlechner (80.) hätte dies um ein Haar bestraft, Manuel Neuer reagierte jedoch herausragend. Eine Woche nach den Aufsehen erregenden Ereignissen von Hoffenheim setzte die Fanlager ihren Protest gegen den DFB und die DFL fort, Diffamierungen einzelner Personen blieben aus. Für die Augsburger wird die Lage im Abstiegskampf nach dem fünften Spiel ohne Sieg immer bedrohlicher.

Der FCA war stets gefährlich und forderte die Bayern

Nach recht aktiven ersten fünf Minuten wechselte der FC Bayern in einen uninspirierten Spielmodus, was dem Außenseiter etwas Freiraum bescherte. Eduard Löwen (12.) kam zu einem halbwegs beachtenswerten Torschuss, bei den Bayern war in der 39. (!) Minute ein abgeblockter Versuch von David Alaba die erste registrierte Torannäherung. Die Münchner fanden in nahezu der gesamten ersten Hälfte das Gaspedal nicht, nur Müller (45.+1) stand kurz vor einem Treffer, es mangelte neben Ideen klar an Geschwindigkeit im Offensivspiel. Weil der FC Bayern so harmlos war wie seit mehr als fünf Jahren nicht mehr in einer ersten Halbzeit, stand der Defensivblock des FCA weitgehend gut strukturiert.

Müller und Goretzka sorgten für klare Verhältnisse

Es war zunächst ein Auftritt, der eher einem schnöden Arbeitstag glich als einer launigen Geburtstagsfete. Auch der nach Kräften bemühte 18 Jahre alte Robert-Lewandowski-Ersatz Joshua Zirkzee war erst einmal bei Jeffrey Gouweleeuw und Tin Jedvaj gut aufgehoben und praktisch ungefährlich. Kritischer war dies freilich bei Größen wie Serge Gnabry oder Philippe Coutinho anzumerken. Während Flick die erwarteten beiden Änderungen, Boateng und eben Zirkzee rückten in die Startelf, im Vergleich zum Pokalviertelfinale auf Schalke (1:0) vorgenommen hatte, sah FCA-Coach Martin Schmidt neben drei weiteren Wechseln die Notwendigkeit einer drastischen Maßnahme. Schmidt degradierte den zu häufig unsicheren Schlussmann Tomas Koubek und stellte Luthe ins Tor.

Nach der Pause erhöhte der Favorit spürbar die Schlagzahl. Youngster Zirkzee (65.) hatte die Entscheidung auf dem Fuß, schoss aber den am Boden liegenden Luthe an, auch Coutinho (69.) und Gnabry (71.) vergaben freistehend. Kurz vor Spielende traf Niederlechner zwar ins Bayern-Tor, der Treffer wurde aber wegen Abseits nicht gegeben. Besser machte es auf der Gegenseite dann Goretzka nach Vorarbeit von Gnabry.

(ce/afp)

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