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FC Arsenal nach Kritik von Mesut Özil angefressen

16.8.2020 16:41 Uhr

In einem Interview mit "The Athletic" aus England hatte Ex-Weltmeister Mesut Özil gegen seinen Brötchengeber FC Arsenal das ganz schwere Geschütz aufgefahren. Es hatte ein wenig von der Brandrede nach seinem eher unrühmlichen Abschied aus der Nationalelf. Nun sind die Gunners, die dem gebürtigen Gelsenkirchener rund 390.000 Euro Wochengehalt überweisen, massiv angesäuert.

"Das liegt wohl daran, dass die Leute seit zwei Jahren versuchen, mich zu zerstören und mich unglücklich zu machen. Sie wollen die Fans gegen mich aufbringen und ein Bild kreieren, das nicht der Wahrheit entspricht", sagte der Ex-Weltmeister zum Athletic. Worte, welche bei den Gunners wohl gehört wurden, die aber nicht sonderlich gut ankamen, weiß "Daily Mail" zu berichten. Besonders übel scheint man bei den Londonern dem Mittelregisseur zu nehmen, dass er seine ablehnende Grundhaltung zu einer Gehaltskürzung damit in Einklang bringen will, wieso Coach Mikel Arteta ihn nicht aufstellt. 18 Spieleinsätze bei 38 Matches in der englischen Premier League sind für einen Spieler wie Mesut Özil weit unterdurchschnittlich.

Ein gut bezahltes Jahr auf dem sportlichen Abstellgleis

Dabei drückte sich der Gelsenkirchener in dem Punkt eher "schwammig" aus und nannte es als eine Möglichkeit. Er zog in Betracht, dass unter Umständen seine Ablehnung eine Rolle bei der Kaderaufstellung genommen haben könnte. Dabei liegt es eigentlich deutlich auf der Hand, dass ein Spielertyp wie Mesut Özil, ein spielerisch begnadeter Zehner, nicht ins Spielsystem vom Coach passt. Arteta macht hinten dicht, überbrückt das Mittelfeld mit der Doppelsechs und der spielerischen Acht, um dann überfallartig zuzuschlagen. Um das System zu unterfüttern, braucht es neue Transfers der Gunners und die kosten Geld. Darum würde man wohl Özil gerne von der Payroll haben. Einen solchen Spieler hat man mit Willian unter Vertrag genommen.

Den vorzeitigen Wechsel zu Fenerbahce wird man danach abhaken können. Die Kanarienvögel wären zwar bereit, Özil unter Vertrag zu nehmen, aber die Übernahme von angeblich drei Millionen Euro Jahresgehalt ist den Gunners bei kolportierten 21 Millionen Euro Salär "etwas zu wenig". So weit geht die Nächstenliebe dann wohl doch nicht, 18 Millionen Euro im Jahr für einen Spieler zu zahlen, der nicht im Kader ist. Arsenal wird sich darauf einrichten müssen, dass Özil für ein weiteres Jahr bleibt und er muss damit leben, dass er nach dem Interview nicht mehr gern gesehen ist.

(ce)

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