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Fast Tausend Ebola-Tote

3.5.2019 17:45 Uhr

Auf Grund der prekären Sicherheitslage bekommen die Nothelfer den Ebola-Ausbruch nicht so richtig in den Griff. Jeder Fortschritt werde durch Rückschläge wie Angriffe Bewaffneter auf Behandlungszentren zunichte gemacht, sagte der Exekutivdirektor des WHO-Nothilfeprogramms, Michael Ryan, am Freitag in Genf.

Die WHO rechne bald mit dem tausendsten Todesfall. Nach seinen Angaben sind bislang 994 Menschen an der lebensgefährlichen Krankheit gestorben.

Der Ausbruch begann im vergangenen August und ist bereits der folgenschwerste seit der verheerenden Ebola-Epidemie in Westafrika 2014/2015. Dort kamen damals mehr als 11 000 Menschen ums Leben.

Kampf gegen Fake-News

"Die (mangelnde) Sicherheit ist eine große Behinderung", sagte Ryan. Politische Gruppen und bewaffnete Milizen streuen falsche Gerüchte über den Einsatz der Nothelfer, um die Ebola-Krise für ihre eigenen Zwecke auszunutzen. Regierung und Opposition müssten dringend zusammenkommen, um die Ebola-Bekämpfung zu entpolitisieren. "Die Katastrophe darf nicht ausgenutzt werden, um Konflikte anzuheizen."

Ryan versicherte, dass bislang genügend Impfstoff vorhanden sei. Oft scheiterten Impfkampagnen aber wegen der Unsicherheit in Regionen. Die WHO prüfe auch einen zweiten Impfstoff von der US-Firma Johnson & Johnson. Beide gelten bislang als experimentell. Die US-Firma Merck stellt ihren Impfstoff kostenlos zur Verfügung.

Die Kosten für den Einsatz laufen nach Angaben von Ryan aus dem Ruder. Von den benötigten 88 Millionen Dollar seien bislang erst 34 Millionen Dollar zugesagt worden.

(an/dpa)