epa/Sergei Ilnitsky

Für eine Welt ohne Atomwaffen

4.11.2019 11:59 Uhr

Der frühere Staatschef der Sowjetunion, Michael Gorbatschow hat 30 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer zur Abschaffung von Atomwaffen aufgerufen. "Alle Nationen, alle, sollten erklären, dass nukleare Waffen zerstört werden müssen", sagte der 88 Jahre alte ehemalige Politiker der BBC in einem am Montag veröffentlichten Interview.

Solange Massenvernichtungswaffen existierten, vor allem Atomwaffen, seien die derzeitigen Spannungen zwischen Russland und dem Westen "kolossal" gefährlich.

Begrenzung strategischer Waffen

Vor einigen Wochen erst hatte Russlands Präsident Wladimir Putin Washington zu zügigen Gespräche über eine Verlängerung des New-Start-Vertrags zur Begrenzung strategischer Atomwaffen aufgefordert. Das Abkommen läuft 2021 aus. Moskau und Washington hatten sich bereit erklärt, über eine Verlängerung zu sprechen. Greifbares gab es bisher nicht. Der Vertrag sieht vor, die Nukleararsenale auf je 800 Trägersysteme und 1550 einsatzbereite Atomsprengköpfe zu verringern.

Vor drei Monaten endete der INF-Vertrag über das Verbot landgestützter atomarer Mittelstreckenwaffen. Er war 1987 von dem damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan und Gorbatschow unterzeichnet worden.

(an/dpa)

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