epa/Hayoung Jeon

Führung von Regierung und Partei wieder in einer Hand

25.6.2019 22:34 Uhr

Zukünftig soll die Führung von Partei und Regierung wieder in einer Hand liegen, findet zumindest die Vorsitzende der CDU Annegret Kramp-Karrenbauer. Das sei der Normalfall gewesen in der CDU-Geschichte - „und es spricht vieles dafür, dass das auch in Zukunft der Normalfall sein sollte“, sagte Kramp-Karrenbauer am Montagabend in Düsseldorf.

Bundeskanzlerin Angela Merkel führte - ebenso wie Helmut Kohl - lange Zeit sowohl die CDU als auch die Regierung. Ende 2018 gab Merkel die Parteispitze auf, blieb aber Kanzlerin. Kramp-Karrenbauer übernahm den Vorsitz.

Trennung "ist nur eine Phase"

Diese Verteilung sei „für die CDU ja wirklich auch ein Experiment, das fordert uns alle“, sagte Kramp-Karrenbauer beim Talkformat „Ständehaus Treff“ der „Rheinischen Post“. In der politischen Diskussion werde derzeit stets genau auf Unterschiede geschaut zwischen Äußerungen der Kanzlerin und der Parteichefin. Die CDU habe 2018 gute Gründe gehabt für die Trennung. „Aber es ist auch klar, das ist nur eine Phase.“

Kramp-Karrenbauer trat an der Seite von Friedrich Merz auf, gegen den sie sich im Dezember 2018 beim Kampf um die CDU-Spitze knapp durchgesetzt hatte. Wer aus den Reihen der Union bei der nächsten, für 2021 geplanten Bundestagswahl als Kanzlerkandidat antritt, gilt bisher als offen. Kramp-Karrenbauer betonte erneut, dies solle planmäßig erst auf einem CDU-Parteitag im Herbst 2020 entschieden werden.

(an/dpa)

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