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Förderprogramm für Drohnen und Flugtaxis gestartet

27.2.2019 16:35 Uhr

Bereits bei der Feuerwehr, der Polizei, dem Katastrophenschutz und Co. sind seit einiger Zeit Drohnen im Einsatz. Verkehrsminister Andreas Scheuer von der CSU will, dass ihr Einsatz ausgeweitet wird. Im Zuge dessen startet das Verkehrsministerium ein Förderprogramm für die Entwicklung und Erprobung von Drohnen und Flugtaxis.

"Wir wollen Drohnen und Flugtaxis aus dem Labor in die Luft bringen", erklärte Verkehrsminister Scheuer am Mittwoch. Das Förderprogramm hat ein Volumen von 15 Millionen Euro und läuft über vier Jahre. Außerdem will das Ministerium in den kommenden Monaten ein "Gesamtkonzept für saubere, sichere und effiziente unbemannte Luftfahrt" erarbeiten.

Zunehmende Gefahr für Flugzeuge

"Drohnen und Flugtaxis sind längst keine Vision mehr", erklärte Scheuer. Drohnen unterstützen bereits Feuerwehr, Katastrophenschutz, Bergwacht und Polizei bei ihren Einsätzen, der Inspektion von Infrastruktur und der Verkehrslenkung. Außerdem werden sie als Paketboten getestet oder für den Transport von lebenswichtigen Medizingütern. Große Firmen wie Intel, Uber, Airbus, Microsoft, Tencent aus China sowie Audi und Daimler entwickeln bereits konkrete Konzepte für Flugtaxis.

Mit dem Förderprogramm können sich Forschungseinrichtungen und Unternehmen für finanzielle Mittel für Projekte rund um die Vernetzung von Drohnen, Luftraumkontrolle, aber auch die Abwehr von Drohnen an Flughäfen bewerben. Dass Drohnen zunehmend eine Gefahr für Flugzeuge darstellen, zeigten einige Vorfälle der jüngsten Zeit, bei denen Flughäfen in Großbritannien und den USA nach Drohnensichtungen zeitweise den Betrieb einstellen mussten.

Das Ministerium will zudem eine Koordinierungsstelle für Drohnentestfelder einrichten, die zur Austauschplattform für die verschiedenen Pilotprojekte werden soll. Aachen, Hamburg, Ingolstadt, Nordhessen und die Grenzregion Enschede-Münster haben sich bereits zu Testregionen für unbemannte Luftfahrt erklärt.

(sis/afp)