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Familienministerin will Kinder- und Jugendhilfe reformieren

10.12.2019 22:45 Uhr

Im kommenden Frühjahr will Bundesfamilienministerin Franziska Giffey ein Gesetz zur Reform der Kinder- und Jugendhilfe vorlegen. Das kündigte die SPD-Politikerin am Dienstag in Berlin an. Es geht dabei unter anderem um Kinder und Jugendliche, die in Heimen groß werden oder um Kinder, «deren Eltern nicht so für sie sorgen können, wie es nötig wäre, so dass das Jugendamt bei der Erziehung Unterstützung gibt», hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums.

Giffey plant unter anderem eine bessere Heimaufsicht und mehr Unterstützung für Betroffene, wenn sie das Erwachsenenalter erreichen und aus der staatlichen Betreuung heraustreten. Jugendliche oder junge Erwachsene, die im Heim leben und bereits selbst Geld verdienen, sollen zudem weniger stark an den Kosten für die Unterbringung beteiligt werden.

Prüfung der Berichte und Empfehlungen

Ein Expertengremium mit Fachleuten aus Bund, Ländern, Kommunen und Kinder- und Jugendhilfeverbänden übergab am Dienstag nach mehr als einjährigen Beratungen Vorschläge an die Ministerin für eine Reform der Kinder- und Jugendhilfe. Man werde diesen Bericht und seine Empfehlungen jetzt gründlich prüfen und die Ergebnisse in das Gesetzgebungsverfahren aufnehmen, teilte das Familienministerium mit.

(an/dpa)

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