dpa

Fall Rebecca: Polizei bittet um Mithilfe

6.3.2019 14:27 Uhr

Seit über zwei Wochen ist die 15-jährige Rebecca aus Berlin verschwunden. Fieberhaft sucht die Polizei weiter nach dem Mädchen. Doch es gibt neue Erkenntnisse: Das Auto des Tatverdächtigen, ihrem Schwager, wurde am Tag ihres Verschwindens sowie am Tag darauf auf der Autobahn gesichtet. Die Berliner Ermittler bitten die Bevölkerung um Mithilfe, um das Auto schnellstmöglich zu finden - denn es könnte weitere Hinweise auf den Aufenthaltsort von Rebecca geben.

Eine Überwachungsanlage habe den Wagen des 27-jährigen Tatverdächtigen am Tag von Rebeccas Verschwinden sowie erneut am Tag danach auf der Autobahn zwischen Berlin und Frankfurt an der Oder erfasst, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Dabei handle es sich um einen himbeerroten Renault Twingo mit Berliner Kennzeichen.

Aufruf der Generalstaatsanwaltschaft Berlin

Auto könnte neue Hinweise geben

Die Ermittler baten die Bevölkerung um Hinweise zum Standort des Autos und zum Aufenthaltsort des Schwagers an den fraglichen Tagen. Nach bisherigem Ermittlungsstand habe allein er Zugriff auf das Auto gehabt, das er sich laut Medienberichten mit Rebeccas Schwester teilen soll. Zudem will die Mordkommission herausfinden, welche Bezugspunkte der Mann zwischen Berlin und Frankfurt an der Oder haben könnte.

Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung wurden im Kofferraum des Autos Haare des Mädchens entdeckt - ebenso wie Fasern einer Fleecedecke, die zum selben Zeitpunkt wie Rebecca aus dem Wohnzimmer ihrer Schwester und ihres Schwagers verschwand. Auch zu der Decke erhofften die Ermittler sich Hinweise aus der Bevölkerung.

Polizei geht weiterhin von einem Tötungsdelikt aus

Rebeccas Schwager war Ende Februar erstmals festgenommen worden, weil es Widersprüche zwischen seinen Aussagen und den Ermittlungsergebnissen gab. Am vergangenen Donnerstag hieß es zunächst, die Ermittlungen hätten den Verdacht einer Straftat gegen den Mann erhärtet, einen Tag später wurde er allerdings wieder auf freien Fuß gesetzt. Am Montag wurde er dann erneut festgenommen, inzwischen sitzt er in Untersuchungshaft.

Rebecca hatte sich am 18. Februar morgens bei Familienangehörigen im Berliner Stadtteil Britz aufgehalten. Medienberichten zufolge hätte sie bei ihrer Schwester und ihrem Schwager übernachten sollen. Sie kam danach nicht zur Schule. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einem Tötungsdelikt aus.

(sis/dpa)