Symbolbild: imago images / Ralph Peters

Fall nach 18 Jahren aufgeklärt

13.6.2019 19:52 Uhr

Ein Täter ist 18 Jahre nach einem Überfall auf eine Würzburger Postfiliale mit einer Beute von etwa 120.000 D-Mark verurteilt worden.

Der mittlerweile 53-Jährige war kurz vor der Verjährung über einen Handabdruck identifiziert worden. Er war inzwischen mehrerer ähnlicher Taten überführt worden. Die Richter am Landgericht Würzburg verurteilten den Mann am Donnerstag zu fünf Jahren und drei Monaten Haft, die mit einer Reststrafe aus einem anderen Raub zu sechseinhalb Jahren verrechnet werden.

Die Strafe bezieht sich auf schwere räuberische Erpressung und Freiheitsberaubung. Der Angeklagte hatte bei dem Überfall eine Postmitarbeiterin mit einem Messer bedroht und eingesperrt. Ihre Zeugenaussage machte dem Richter zufolge deutlich, dass sie noch heute unter dem Vorfall leidet. Der Angeklagte gab an, sich aufgrund mehrerer Herzstillstände in den vergangenen Jahren nicht mehr an die Tat erinnern zu können. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

(gi/dpa)