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Fall Magnitz: Zweifel an Bekennerschreiben

10.1.2019 13:25 Uhr

Im Internet ist kurzfristig ein angebliches Bekennerschreiben nach dem Angriff auf den Vorsitzenden der Bremer AfD Frank Magnitz aufgetaucht. Experten sind skeptisch.

Aus Sicherheitskreisen hieß es am Donnerstag, an der Authentizität der Botschaft, die auf einer offen zugänglichen Seite gepostet worden sei, bestünden erhebliche Zweifel.

Der 66-jährige Magnitz war der Polizei zufolge am Montagabend in Bremen von hinten von einem Mann angesprungen worden. Dies ergab demnach die Auswertung von Videoaufnahmen. Der Täter gehörte zu einer Gruppe von drei Männern, die hinter dem Opfer zu sehen sind. Magnitz war nach dem Angriff auf den Kopf gestürzt und musste im Krankenhaus behandelt werden. Der Täter konnte flüchten.

AfD geht von politisch motivierten Tat aus

Die AfD geht von einer klar politisch motivierten Tat aus. Die Polizei schrieb am Tatabend, dass aufgrund der Funktion des Geschädigten von einer politischen Motivation der Tat auszugehen sei. Das liege zwar aufgrund der Tätigkeiten des Opfers nahe, sagte ein Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft am Mittwoch. "Eine absolute Sicherheit haben wir aber nicht."

Das zweifelhafte Bekennerschreiben im Namen von "Antifaschistischer Frühling Bremen" wurde auf der Indymedia-Website inzwischen gelöscht.

(an/dpa)

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