epa/Sean Gallup

Fall Lübcke wird lückenlos aufgeklärt

19.6.2019 21:17 Uhr

Eine gründliche Aufklärung des Mordes am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke hat der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) versprochen. "Die Landesregierung wird alles tun, dieses scheußliche Verbrechen rückhaltlos aufzuklären", sagte Bouffier am Mittwoch im Landtag in Wiesbaden.

Die Ermittlungen müssten in alle Richtungen gehen und es dürfe keine vorschnelle Festlegung auf einen Einzeltäter geben. Auch generell warnte Bouffier vor Spekulationen. Dies gelte auch aus Respekt vor dem Opfer und seinen Angehörigen.

Rechtsextremer Hintergrund wäre bundesdeutsche Zäsur

Sollte es sich um eine rechtsextremistisch motivierte Tat handeln, wäre dies eine Zäsur in der bundesdeutschen Geschichte sowie eine neue Dimension von Radikalisierung und Gewalt, sagte Bouffier. Lübcke (CDU) sei sehr beliebt, aber nie beliebig gewesen, habe ein klares Wertefundament gehabt und sei mutig für seine Überzeugungen eingetreten. Vor diesem Hintergrund müsse sichergestellt werden, dass jeder Mensch, jeder Politiker, auch ehrenamtlich tätige, frei ihre Meinung äußern könnten, ohne Angst zu haben. "Der Angriff auf Walter Lübcke war auch ein Angriff auf uns und er war ein Angriff auf die freiheitliche Demokratie", sagte Bouffier.

Der Kasseler Regierungspräsident Lübcke (CDU) war Anfang Juni durch einen Kopfschuss getötet worden. Der 45-jährige Stephan E. sitzt seit Sonntag unter dringendem Tatverdacht in Untersuchungshaft. Die Ermittler gehen von einem rechtsextremen Tathintergrund aus.

(an/dpa)

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