Hürriyet

Fahrettin Koca: Corona-Neuinfektionen in Teilen der Türkei deutlich zurückgegangen

14.12.2020 13:34 Uhr

Die schärferen Maßnahmen zeigen offenbar Wirkung: Die täglichen Corona-Neuinfektionen in der Türkei sind in einigen Teilen des Landes deutlich zurückgegangen. Das erklärte Gesundheitsminister Dr. Fahrettin Koca auf Twitter. "Istanbul, Izmir und Kocaeli haben einen 30-prozentigen Rückgang der Fälle binnen 24 Stunden. In Ankara sind es 40 Prozent", schrieb er. Der Minister betonte allerdings auch, dass die Intensivstationen in den Krankenhäusern weiter voll ausgelastet seien.

Gesundheitsexperten des Wissenschaftsrats im Gesundheitsministerium sind übereinstimmend der Meinung, dass die vor zwei Wochen von der Regierung eingeführten Ausgangssperren - an Werktagen nur nachts und an Wochenenden ganztägig - sich langsam auszahlen würden. Es wäre aber noch ein langer Weg, bis die Pandemie unter Kontrolle sei. "Die täglichen Fälle sind in Istanbul und Ankara rückläufig, aber die tatsächliche Wirkung der Maßnahmen werden wir erst Ende dieser Woche sehen", sagte Professor Hasan Tezer der Tageszeitung "Hürriyet". Die Zahl der täglichen Corona-Fälle liege noch um die 30.000 und es würde vor allem bei den schweren Krankheitsverläufen noch dauern, bis sich die Lage in den Kliniken entspannt habe, so der Mediziner.

"Wir brauchen Geduld"

Professor Tevfik Özlü ist sogar der Meinung, dass erst Ende des Jahres zu sehen sein wird, ob sich die Corona-Zahlen insgesamt wirklich nach unten bewegen. Er wies darauf hin, dass die Neuinfektionen vor allem in großen Provinzen wie Anatolien schnell ansteigen würden, ein Rückgang dort aber länger dauern würde. Professor Deniz Caliskan betonte, dass es in einem so großen Land wie die Türkei unmöglich sei, die Pandemie kurzfristig los zu werden. "Die Ausbreitung des Virus kann von Stadt zu Stadt und von Provinz zu Provinz extrem variieren. Vorhersagen sind deshalb schwierig. Wir brauchen Geduld."

(mb)

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