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Fahrettin Altun: Türkei steht weiterhin fest zu Libyen

5.8.2020 15:58 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Türkei steht auf dem Standpunkt, dass "Libyen den Libyern gehört", so Fahrettin Altun, Kommunikationsdirektor des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, am 4. August.

"Unser Ziel ist ein unabhängiges, souveränes und prosperierendes Libyen, angeführt von der Regierung der nationalen Übereinkunft", schrieb er am 4. August auf Twitter.

Kritik an der Politik Bahrains

Gleichzeitig kritisierte er Bahrain für seine destabilisierende Politik in Regionen wie Syrien, Libyen, Jemen und dem Horn von Afrika. Diese Politik verstoße gegen alle universellen Regeln und moralischen Werte der Vereinten Nationen.

Der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar erklärte am 31. Juli gegenüber Al Jazeera, dass die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in Syrien und Libyen böswillige Handlungen begangen haben. Dafür würden sie sich verantworten müssen.

500 Jahre libysch-türkische Beziehungen

Die Beziehungen zwischen der Türkei und Libyen sind über 500 Jahre alt. Die Türkei werde die libysche Regierung weiterhin entschlossen militärisch ausbilden und unterstützen, fügte er hinzu.

Am 2. August antwortete das bahrainische Außenministerium und nannte Akars Aussage "feindlich" und eine "inakzeptable Provokation".

Spannungen nehmen zu

Die Spannungen im Libyenkonflikt haben in den letzten Wochen zugenommen. Ägypten gab bekannt, dass es eine militärische Intervention plant, wenn die GNA-Streitkräfte versuchen würden, die Küstenstadt Sirte zu erobern. Derzeit wird die Stadt von General Haftar kontrolliert.

Durch den libyschen Konflikt haben sich die Beziehungen zwischen Ankara und Abu Dhabi verschlechtert.

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