imago images / onw-images

Facebook und Instagram wollen keine Büros in der Türkei eröffnen

6.10.2020 12:58 Uhr

Seit dem 1. Oktober gilt in der Türkei das neue Social-Media-Gesetz, welches von Plattformen mit mehr als einer Million Nutzern täglich erfordert, eine Vertretung im Land zu eröffnen. Wie Prof. Yaman Akdeniz, Mitglied der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Bilgi Universität erklärte, werde zumindest Facebook der Forderung nicht nachgehen, Büros im Land eröffnen und werde niemanden zu ihrem Vertreter in der Türkei ernennen.

"Facebook hat sich dazu entschieden, im Zuge des neuen Social-Media-Gesetzes KEINEN Vertreter in der Türkei zu ernennen", schrieb Akdeniz auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Gleiches würde in diesem Falle für Instagram gelten, die zu Facebook gehören. Andere große Social-Media-Plattformen wie Twitter haben noch keine Erklärung abgegeben, ob sie Vertreter in der Türkei ernennen werden oder nicht.

Werbeverbote und Bandbreiten-Reduzierung

Sollten sich die Social-Media-Plattformen nicht an das neue Gesetz halten, drohen empfindliche Strafen. Zum einen könnte sich dies in Werbeverboten niederschlagen und im schlimmsten Fall zu einer Bandbreitenreduzierung von bis zu 90 Prozent führen.

(be)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.