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F-35-Meldung - Lira verliert durch nervöse Anleger

7.6.2019 14:55 Uhr

Spannungsfelder zwischen der Türkei und den USA haben offensichtlich ein Nachgeben der türkischen Landeswährung Lira verursacht. So wurde zum Beispiel von der Nachrichtenagentur "Reuters" berichtet, man habe Informationen aus US-Regierungskreisen erhalten, dass das Training türkischer Piloten an F-35 Kampfjets wegen des bevorstehenden Kaufes der Türkei vom S-400-Raketensystem gestoppt werden solle. Das machte Anleger nervös und die stießen Lira ab, was zu einem Nachgeben des Kurses führte.

Meldungen über das Aussetzen des Pilotentrainings zog ein Absinken der Lira auf nahezu 5,78 TRY im Vergleich zum US-Dollar nach sich, was einem Verlust von 1,6 Prozent entsprach. Zum Euro gab die Lira im gleichen Zeitfenster auf 6,61 nach. Die Kursirritationen basierten auf den Meldungen von Nachrichtenagenturen, die sich US-Insider beriefen. Demnach sollen nur noch die aktuell im Training befindlichen türkischen Piloten in Arizona an den F-35 Jets ausgebildet werden, aber keine neuen Pilotenausbildungen begonnen werden.

Kern der Spannungen ist der Kauf des Luftabwehr-Raketensystems S-400 der Türkei von Russland. In den USA machen sich hinsichtlich des S-400-Systems Befürchtungen breit, dass die Radaranlagen der Systeme so auf den F-35 Kampfjet kalibriert werden könnten und das Vorzeigeflugzeug würde so zu einem leichten Ziel für russische Raketen. Von der Türkei liegen in den USA Orders für die Lieferung von 100 Kampfjets vom Typ F-35 vor, die von Lockheed Martin geliefert werden. Das Oder-Volumen umfasst rund neun Milliarden US-Dollar. Das US-Verteidigungsministerium hat zu den durchgestochenen Informationen der US-Regierungsvertreter bisher keine Stellung bezogen.

(Hürriyet.de)

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